Kundgebungen gegen Ausschaffungsinitiative
Die Gegner der Ausschaffungsinitiative sind am Samstag auf die Strasse gegangen. In Bern inszenierte ein Künstler Ausschaffungen satirisch.
Vor dem Bundeshaus in Bern warben die Gegner des Volksbegehrens zur Ausschaffung für ein doppeltes Nein zur SVP-Initiative und dem Gegenvorschlag. Mit Hunderten alter Schuhe bildeten sie den Schriftzug «2x Nein» auf dem Bundesplatz. Es gab Konzerte, Slam Poetry und Platzaktionen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Nationalen Aktionstags gegen die beiden eidgenössischen Vorlagen statt. Für Irritation sorgte bei manchen Besuchern der Auftritt eines Zürcher Aktionskünstlers, der in der Rolle des fremdenfeindlichen «Alois B. Stocher» für ein Ja zur Ausschaffungsinitiative warb.
In Lausanne und in Genf gingen am Aktionstag 500 respektive 300 Gegner der Ausschaffungsvorlagen auf die Strasse, vor allem jüngere Leute. Sie bezeichneten die Initiative als diskriminierend und als rassistisch.
Den Umzug in Lausanne hatte die Bewegung «Kampf dem Rassismus» (MLCR) organisiert. An dessen Spitze marschierte der Walliser Eiskunstläufer Stéphane Lambiel.
In Genf kritisierte eine Parodie die Ausländerpolitik der Schweiz. Etwas früher am Nachmittag hatte die Bewegung «United Black Sheep» – eine Koalition von jungen Linken – eine Kundgebung durchgeführt.
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