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Schaden ist berappt

Ein Analyse-Fehler im Labor kam die Verantwortlichen teuer zu stehen.

(Keystone)

Infolge fehlerhafter Analyse wurde gentech-verunreinigtes Soja an Tiere verfüttert. Das Fleisch wurde zurückgerufen und die Ausfälle entschädigt.

Den beteiligten Eier- und Fleischproduzenten entstanden Verdienst-Ausfälle in der Höhe von 1,3 Mio. Franken. Soviel kosteten der Rückruf, die Deklassierung und Entsorgung der Produkte, welche mit gentech-verunreinigtem Soja "hergestellt" wurden.

Kein Kommafehler

Das vermeintlich GVO-freie Futter war wegen eines Analysefehlers der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere an die Verbraucher gelangt. Wie Jürg Jordi, der Sprecher des Bundesamtes für Landwirtschaft gegenüber swissinfo sagte, wurde eine Testflüssigkeit während der Untersuchungen gewechselt. "In bestimmten Fällen können dadurch die Proben anders ansprechen, und es können Differenzen von bis Faktor 10 auftreten", sagte Jordi weiter.

In diesem konkreten Fall wurde ein Anteil von 1,7% gentechverändertes (GVO) Soja im Futtermittel festgestellt. Damit hätte es den Vorschriften entsprochen. In der Schweiz ist gentechfreies Futtermittel - anders als beim Soja für Lebensmittel - nicht null prozentig, sondern bis zu einem Grenzwert von 3% gilt es als GVO-frei. Die Laborprobe war falsch. Tatsächlich waren der GVO-Anteil bei 17%.

Auf Normal-Fleisch heruntergestuft

Das Futtermittel gelangte vor allem auf die Bauernhöfe, welche für die Schweizer Grossverteiler Migros und Coop Bio-Fleisch und Bio-Eier produzieren.

Nach Bekanntgabe der richtigen Labortests musste das Futter zurückgerufen werden. Das schon "produzierte" Fleisch und die bereits gelegten Eier wurden von "Bio" auf "herkömmlich" heruntergestuft.

Einvernehmliche Lösung

Den Schaden der Aktion tragen Bund, Importeure, Futtermittelhersteller und Grossverteiler. Sie haben sich aussergerichtlich geeinigt. Der Anteil des Bundes an den Kosten von insgesamt 1,3 Mio. Franken beträgt 680'000 Franken.

swissinfo und Agenturen

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