Schweiz kritisiert Luftangriffe auf Gaza

Die Schweiz verurteilt die Reaktionen der israelischen Armee auf die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen als "unverhältnismässig". Laut palästinensischen Angaben sind mehr als 200 Personen getötet worden.

Dieser Inhalt wurde am 27. Dezember 2008 - 19:02 publiziert

Israel habe das Recht, sich zu verteidigen, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Dies müsse jedoch unter Beachtung des humanitären Völkerrechts erfolgen und dem Prinzip der Verhältnismässigkeit entsprechen.

Die israelische Blockade des Gazastreifens erschwere die Versorgung der Verletzten zusätzlich. Das EDA forderte, es müsse deshalb unverzüglich der humanitäre Zugang zum Gazastreifen ermöglicht werden.

Das EDA verurteilte auch den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen heraus. Diese Angriffe stellten für die israelische Zivilbevölkerung eine unhaltbare Belastung dar, hiess es in der Mitteilung weiter.

Auch Zivilisten unter den Toten

Bei den israelischen Luftangriffen auf Einrichtungen der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen sind am Samstag über 200 Menschen getötet worden. Auch Frauen und Kinder finden sich unter den Toten.

Die palästinensischen Rettungskräfte sprachen am frühen Samstagabend von mindestens 205 Toten. Rund 750 Palästinenser seien zum Teil schwer verletzt worden.

Das sei die höchste Opferzahl an einem Tag seit dem Sechstagekrieg von 1967. Unter den Toten sind auch der Hamas-Polizeichef, Taufik Dschaber, sowie der Hamas-Sicherheitschef Ismail al-Dschabari.

Rund 60 Kampfflugzeuge hatten am Samstag gegen 11.30 Uhr Ortszeit überraschend den Gazastreifen angegriffen. Rund 50 Einrichtungen der Hamas und 25 Abschussrampen seien zerstört worden. In Gaza spielten sich chaotische Szenen ab. Im Minutentakt wurden Verletzte in das Schifa-Spital gebracht.

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