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Dunkelhäutige Frau aus Afrika, die durch einen zaun blickt

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Armut macht die verletzlichsten Menschen noch verletzlicher. Das tönt nach einem Standardsatz. Der hier aber nicht: Weltweit leiden mehr Frauen Hunger als Männer, so das Fazit in einem Schweizer Bericht.

Beste Grüsse aus Bern

Dunkelhäutige Frau aus Afrika, die durch einen zaun blickt
Keystone

Hunger hat immer stärker ein weibliches Gesicht.

Wie kommt das? Wenn das Essen knapp wird, verzichten meist die Frauen als erste auf Nahrung und begnügen sich damit, was der Ehemann und die Kinder übriglassen.

Zu diesem Schluss kommen die Autor:innen des Globalen Ernährungsberichtes 2022, in dem ein Verbund von Schweizer NGOs die Ernährungslage in 16 Ländern des Südens untersucht hat.

Dazu wurden in den letzten drei Jahren 14’000 Haushalte unter die Lupe genommen. Von Mangelernährung sind zehn Prozent mehr Frauen als Männer betroffen.

cassis und Selenski begrüssen sich
SRF News

Es war eine grosse Überraschung: Der Besuch von Bundespräsident Ignazio Cassis gestern Donnerstag in Kiew.

Nicht einmal die Mitglieder der aussenpolitischen Kommission im Schweizer Parlament waren über den Blitzbesuch im Bilde.

«Bundespräsident Cassis setzt mit seiner Reise nach Kiew ein starkes, humanitäres Zeichen«, lobte Parteikollege und FDP-Ständerat Andrea Caroni die Mission.

Beim Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski habe er der Ukraine seine Unterstützung zugesagt, schrieb Cassis auf Twitter.

Dabei sei es um die Beiträge der Schweiz für humanitäre Hilfe sowie um die Unterstützung der Ukraine auf bilateraler und multilateraler Ebene gegangen.

Einzig ein Politiker der Schweizerischen Volkspartei kritisierte Cassis. Wenn dieser am Bahnhof in Kiew von einem Vizeaussenminister empfangen werde, sei dies eines Schweizer Bundespräsidenten nicht würdig.

Meine bescheidene Vermutung: Selenski hat es aus Sicherheitsgründen vorgezogen, Cassis erst in seinem bombensicheren Sitz zu empfangen.

Zanetti im Nationalrat am Sprechen
© Keystone / Alessandro Della Valle

In einem Jahr sind in der Schweiz Wahlen – diverse Schwergewichte treten nicht mehr an.

So auch der Solothurner Ständerat Roberto Zanetti. 17 Jahre sitzt der 67-Jährige im Schweizer Parlament – von 1999 bis 2003 im Nationalrat, seit 13 Jahren in der kleinen Kammer. Und dieser Tage feierte ihn die sozialdemokratische Partei (SP) für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Wieso ich Zanetti herauspicke? Vielleicht auch, weil sein Vater aus dem Puschlav ins Unterland «auswanderte» und Giesser wurde in den Stahlwerken von Roll in Gerlafingen. Und weil sein Sohn 1996 gegen die Schliessung der Stahlgiesserei kämpfte – erfolgreich.

Sicher auch, weil Zanetti in all seinen Jahren unter der Bundeshauskuppel ein echter «Sozi» blieb, der nie seine Wurzeln vergass.

Und ganz sicher, weil «Röbu», wie ihn mein Ex-WG-Mitbewohner nannte, der ihn persönlich kennt, trotz seines Commitments für die sozial Benachteiligten auch für die politischen Gegner:innen in den Räten einer war, mit dem man reden konnte und der Hand bot zu gemeinsamen Lösungen.

Schweizer Holzchalet inmitten neuer Wohnbauten in Messina
tvsvizzera

Eine Geschichte, wie ich sie liebe: Sie handelt von einer fast vergessenen, spannenden Schweizer Spur in Süditalien.

Als Rennvelo-Fan verbinde ich Messina mit Vincenzo Nibali, dem vor ein paar Tagen zurückgetretenen «Hai von Messina». Der Übername des sizilianischen Ex-Champions steht für seine gefürchteten Attacken am Berg.

Hier geht’s aber um etwas ganz anderes: Ein kleines, altes Holzchalet. Dieses steht mitten im «Villaggio Svizzero», einem Quartier in Messina.

Es ist das letzte verbliebene von 21 Holzhäuschen, welche die Schweiz nach dem verheerenden Erdbeben in der Meerenge von 1908, das rund 80’000 Menschenleben gekostet hatte, als Soforthilfe gebaut hatte.

«Der letzte Zeuge» steht heute unter Schutz. Obwohl das Chalet nicht mehr bewohnt ist, ist sein Zustand noch gut. Der Plan eines lokalen Achitekten: Es soll zum Museum werden, das an die Katastrophe erinnert.

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Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

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