Botschafter in Libyen geht in Pension
Der Schweizer Botschafter in Libyen geht vorzeitig in Pension, mitten in einer durch die Verhaftung des Präsidenten-Sohnes ausgelösten diplomatischen Krise. Daniel von Muralt ist seit gut einem Jahr auf dem Posten in Tripolis.
Von Muralt kehrt einige Monate vor seiner regulären Pensionierung mit 65 Jahren zurück, wie die Sprecherin des Aussendepartements, Nadine Olivieri, am Samstag eine Meldung der Tageszeitung Le Temps bestätigte. Ein Nachfolger auf dem Posten in Tripolis werde zurzeit gesucht.
Der studierte Arabist von Muralt trat seinen Posten Ende Januar 2008 an. Knapp in halbes Jahr später verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Bern und Tripolis, nachdem der Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, Hannibal Gaddafi, und seine Ehefrau in Genf verhaftet worden waren.
Zwei Angestellte hatten das Ehepaar wegen Misshandlung angezeigt. Trotz des Rückzugs der Anzeige im September verbesserten sich die Beziehungen nicht. Libyen kündigte gar eine Klage gegen die Genfer Behörden an.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch