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Bundespräsident Ogi verabschiedet Gelbmützen in Bosnien

Es ist kalt in Sarajewo! Der Schweizer Bundespräsdient Adolf Ogi zeichnet die Schweizer "Gelbmütze" Martina Strub aus. Keystone

Auf seiner letzten Auslandreise als Bundespräsident hat Adolf Ogi am Freitag (22.12.) die Gelbmützen in Bosnien-Herzegowina verabschiedet. Ein Signal dafür, dass sich die Schweiz nicht mehr vor internationalen Aufgaben distanzieren kann.

Die Schweiz nehme Kenntnis von den Problemen vor ihrer Haustüre. Vor einer solchen Aufgabe könne man sich nicht distanzieren. «Wenn man ein Herz hat, kann man eine Anfrage um Hilfe nie aussschlagen», sagte Ogi wörtlich.

Für ihn sei es unverständlich, dass das Referendum gegen das neue Militärgesetz ergriffen worden sei. Dieses erlaubt, dass bewaffnete Schweizer Truppen im Ausland friedensfördernde Einsätze leisten können.

Wer sich gegen eine solche Hilfe stelle, sei auch dagegen, dass Wärme in die kalte Welt gebracht werde. «Und es ist kalt heute in Sarajevo», merkte Ogi an.

Von Leistung der Gelbmützen beeindruckt

Den Gelbmützen dankte Ogi in seiner Ansprache für ihre Leistung. Durch den Einsatz der Gelbmützen habe sich das Image der Schweiz in der Welt massiv verbessert. Die Arbeit und die Erfahrungen der Gelbmützen hätten auch für die Swisscoy im Kosovo mit Gewinn eingebracht werden können.

Während vier Jahren hatte das aus Freiwilligen bestehende Schweizer Gelbmützen-Kontingent die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Bosnien-Herzegowina logistisch unterstützt. Die Mission für die OSZE wird nach einem Beschluss des Bundesrates Ende Jahr eingestellt.

OSZE dankt

Der OSZE-Vertreter in Sarajevo, Dieter Wolttmann, dankte seinerseits der Schweiz erneut für ihre Unterstützung. Für Bosnien könne die Schweiz ein Modell sein, wie verschiedene Volksgruppen friedlich zusammenleben könnten. Bereits im November hatte sich die OSZE in einem Schreiben an Ogi für die Dienste der Gelbmützen bedankt.

swissinfo und Agenturen

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