Couchepin will Medikamenten-Kosten senken
Gesundheitsminister Pascal Couchepin will die Kosten für Medikamente um mehrere hundert Millionen Franken senken. Das grosse Sparpotenzial bestätigt auch Peter Indra, Vizedirektor des Bundesamtes für Gesundheit.
BAG-Vizedirektor Indra präzisierte am Samstag gegenüber dem Schweizer Radio DRS Couchepins Angaben von Freitag zur Senkung der Medikamentenkosten.
Der Gesundheitsminister hatte sich am Freitag nach der Sitzung des Bundesrats nicht darüber geäussert, wieviel Geld er bei den Medikamenten einsparen wolle.
Bei den Medikamenten bestehe ein grosses Sparpotenzial, sagte gegenüber DRS. Der Bund wolle hier eine ähnliche Summe einsparen wie mit der Praxisgebühr und den übrigen vom Bundesrat am Freitag beschlossenen Massnahmen.
Diesen Betrag hatten Couchepin und das BAG bisher immer auf etwa 350 bis 450 Mio. Franken beziffert. Am Freitag hatte sich der Gesundheitsminister indes standhaft geweigert, den Spareffekt dieser Massnahmen zu beziffern.
Während die am Freitag vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen wie die umstrittene Praxisgebühr noch ins Parlament kommen, kann die Landesregierung über die Senkung der Medikamentenpreise in eigener Regie entscheiden.
swissinfo.ch und Agenturen
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