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Urner Bevölkerung will neue Alpentransversale im Berg

Die Urner Bevölkerung will, dass die neue Alpentransversale NEAT im Berg gebaut wird. Sie setzt sich dafür mit einer Resolution und einer von 9'000 Jugendlichen unterzeichneten Peititon an die Bundesbehörden ein.

Die Urner Bevölkerung hat am Dienstag (07.03.) einen weiteren Neat-Appell an den Bundesrat gerichtet. Mit einer Resolution und einer Petition der Jugend wurden der Landesregierung insgesamt 9’000 Unterschriften für einen Linienentscheid im Urner Reusstal zugunsten der Bergvariante überreicht.

Die Unterschriften wurden innerhalb eines Monats gesammelt und repräsentieren rund einen Viertel der gesamten Kantonsbevölkerung, wie es in einer Mitteilung einer überparteilichen «Allianz für eine Neat im Berg» heisst. Sie sollen den Bundesrat von der Notwendigkeit überzeugen, beim raumplanerischen Entscheid über die Neat-Zufahrt zum Gotthard-Basistunnel auf die Talvariante zu verzichten.

Diese vom Bundesamt für Verkehr (BAV) beantragte Variante verletze nicht nur die gesetzlichen Lärmschutzvorschriften, sondern würde auch bestes Landwirtschafts-, Industrie- und Wohnland zerstören, wie es in der Mitteilung heisst. Zudem würden mit einer Talvariante auch das Landschaftsbild in gravierender Weise verschandelt und eine vernünftige Siedlungspolitik im eng begrenzten Urner Talboden verhindert.

Die «Allianz für eine Neat im Berg», die vom Regierungsrat des Kantons Uri sowie von allen Parteipräsidenten, Bauernvertretern und den direkt betroffenen Gemeindepräsidenten unterstützt wird, verweist in ihrem Begehren auf das Nein der Urner Bevölkerung zur Neat im Jahr 1992. Der damalige Entscheid sei in erster Linie auf die geplante, offene Linienführung mitten durch das dicht besiedelte Reusstal zurückzuführen gewesen, weshalb über 10’000 Urnerinnen und Urner bereits 1994 eine Neat-Bergvariante verlangt hätten.

Nach dem überwältigenden Ja zu einem entsprechenden Planungskredit liege nun ein Projekt vor, das die technischen und betrieblichen Vorgaben der SBB erfülle und gleichzeitig den Siedlungsraum im Urner Reusstal bestmöglich schone.

swissinfo und Agenturen

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