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Stadtzürcher Stimmbevölkerung genehmigt Tram Affoltern

Keystone-SDA

Die Stadtzürcher Stimmbevölkerung hat sich für das neue Tram Affoltern ausgesprochen. 68 Prozent stimmten der Vorlage zu. Der betroffene Kreis 11 sagte mit 65 Prozent Ja.

(Keystone-SDA) Die Stimmberechtigten nahmen den Kredit mit 93’439 zu 43’936 Stimmen an. Die Stimmbeteiligung betrug 60,4 Prozent. Die neue Tramlinie soll den stark wachsenden Kreis 11 entlasten.

Das Tram bietet nach Angaben der Stadt Zürich rund 50 Prozent mehr Kapazität als die heutigen Busse und stelle zudem eine Direktverbindung von Affoltern zum Hauptbahnhof und ins Stadtzentrum her. Im Rahmen des Projekts wird die Wehntalerstrasse umgestaltet und aufgewertet.

Die Gegner von GLP, Grünen und AL bezeichneten das Projekt als ökologisch und städtebaulich misslungen. Für die SVP ist es eine Schikanierung der Autofahrer.

Stadt kam Kanton entgegen

Die Ausgaben belaufen sich voraussichtlich auf rund 159 Millionen Franken. Der städtische Anteil am Projekt zur Aufwertung des Strassenraums sowie für Landübertragungen beträgt rund 99 Millionen Franken.

Zusätzlich leistet die Stadt einen freiwilligen Beitrag von 60 Millionen Franken an den kantonalen Verkehrsfonds. Letzterer wurde von den Gegnern ebenfalls kritisiert. Er schaffe einen Präzedenzfall für Bestrebungen des Kantons, die Finanzierung der Infrastruktur auf die Gemeinden abzuwälzen. Der Kanton hatte das gemeinsame Projekt zuvor aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Die 60 Millionen Franken für den Verkehrsfonds sind laut dem Stadtrat zweckgebunden. Das Geld werde wohl in Zukunft für die Traminfrastruktur genutzt werden.

Die gesamten Kosten belaufen sich auf 560 Millionen Franken. Neben dem Kanton mit rund 306 Millionen beteiligt sich auch der Bund mit einem Betrag von 103,8 Millionen Franken. Der Beitrag des Kantons ist noch hängig, der Kantonsrat muss darüber befinden.

Baustart soll 2028 sein

Ab 2028 soll die Umgestaltung in Affoltern starten, 2031 die ersten Trams fahren. Die knapp vier Kilometer lange Neubaustrecke entlang der Wehntalerstrasse soll das städtische Tramnetz ergänzen. Mit dieser Verlängerung der Tramlinie 11 erhalte Affoltern eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof und in die Innenstadt.

Zudem würden Trams eine deutlich höhere Kapazität gegenüber den heute eingesetzten Doppelgelenkbussen bieten. Denn langfristig könne die bereits stark ausgelastete Trolleybuslinie 32 den prognostizierten Anstieg der Fahrgäste nicht mehr bewältigen.

Neben dem Neubau der Strecke sollen die Wehntalerstrasse und verschiedene Quartierzentren auch städtebaulich aufgewertet werden.

Zu den Kritikern des Projekts gehört auch der Verkehrsclub-Schweiz (VCS). Der VCS Zürich bezeichnete es als «massives Strassenausbauprojekt». Der geplante Ausbau von Kreuzungen werde zu mehr Autoverkehr führen. Zudem müssten nach Ansicht des VCS zu viele Bäume gefällt werden.

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