The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Eine Wanne im Halblicht

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizer:innen im Ausland

Ich arbeite eigentlich in einer ruhigen Ecke der Stadt. Heute habe ich mich mal auf die Geräusche geachtet. Über den Tag verteilt waren das Presslufthammer, Waschmaschinen, Kirchenglocken und spanischsprachige Tourist:innen. Die Klangkulisse liest sich nun völlig überfordernd – aber für sich genommen war sie ganz angenehm. Manchmal war es leise genug für den Wind.

Was hören Sie, während Sie diese Zeilen lesen?

Herzliche Grüsse

Eine Wanne im Halblicht
Keystone / Karl Mathis

Spa-Hotels und die gesamte Hotelbranche spüren die hohen Energiepreise und fürchten die Massnahmen im Ernstfall einer Stromlücke.

Die Nachricht klingt wie aus Zeiten von Anbauschlacht und Plan Wahlen – aber mit modernster Technologie: Auf dem früheren Tennisplatz des Spa-Hotel Hannig in Grächen stehen nun 200 Solarpanels, die Strom produzieren, um den enormen Bedarf des Hotels zu decken.

Hallenbäder, Whirlpools, Dampfbäder – bis vor kurzem war das allenfalls ein Thema für die Lifestyle-Seite. Doch jetzt ist das Stoff für eine lesenswerte Inlandreportage der NZZ. Denn das Hotel Hannig zahlt bis zu zehnmal mehr pro Kilowattstunde als vor ein paar Monaten.

Die gestiegenen Energiepreise bringen gemäss dem Verband Hotellerie Suisse jedes zweite Hotel in der Schweiz in Schwierigkeiten. Derweil zeigt sich der Verbandspräsident Andreas Züllig überzeugt, dass niemand mehr komme, falls die Hotels gezwungen sind, auf maximal 19 Grad Celsius zu heizen. Züllig fordert für den Ernstfall vom Staat Kredite und einfachen Zugang zu Kurzarbeit.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Jessica Davis Plüss

Welche Erfahrungen machen Sie mit den steigenden Gesundheitskosten?

Was sollte Ihrer Meinung nach getan werden, um Medikamente besser zugänglich zu machen? Wie hat sich das auf Sie ausgewirkt?

1 Likes
115 Kommentare
Diskussion anzeigen
Eine Frau vor Mikrofonen, Männer im Hintergrund
© Keystone / Urs Flueeler

SVP-Bundesratskandidatin ist doch Britin – ein Durcheinander um die doppelte Staatsbürgerschaft

Noch vor einem Monat klickte an vielen Tagen keine einzige Person auf den Wikipedia-Artikel der Nidwaldner SVP-Regierungsrätin und Bundesratskandidatin Michèle Blöchliger. Doch gestern und vorgestern waren es plötzlich je um die 3000 und Zugriffe heute werden die Zahlen wohl nochmals vierstellig.

Der Grund: Blöchliger sagte am Wochenende, anders als auf ihrer Wikipedia-Seite vermerkt, habe sie nicht die britische Staatsbürgerschaft. Diese Aussage war, wie Blöchliger bei ihrer Entschuldigung selbst sagte, falsch. Blöchliger ist Schweizerin und Britin. Bis vor kurzer Zeit stand ihre britische Bürgerschaft auch noch auf ihrer eigenen Webseite.

Das Geschehen findet vor dem Hintergrund statt, dass die SVP politisch den doppelten Staatsbürgerschaften kritisch gegenübersteht. Bis heute stellten sich vier Kandidat:innen für den frei werdenden Sitz vom abtretenden Bundesrat Ueli Maurer auf: Neben Blöchliger sind das die Berner SVPler Albert Rösti und Werner Salzmann, sowie der Zuger Heinz Tännler. Doch noch immer ist das Kandidatenfeld offen und neue Kandidaturen werden bekannt, so wie heute jene des Zürcher Rechtsprofessor und früheren SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt.


Zwei Männer tragen ein totes Tier.
Keystone / Arno Balzarini

Wenn «Wild» draufsteht und kein Wildfleisch drin ist.

Das SRF-Konsumentenmagazin Espresso berichtet über Schweinsbratwürste beim Schweizer Detailhändler Migros, auf deren Verpackung «Wild» steht. SRF nennt dies einen «Etikettenschwindel-Kandidaten«. Wenn auf einem Produkt «Poulet» steht, könne man schliesslich sicher sein, dass Hühnerfleisch drin ist. Die Bratwurst enthält kein Reh, Hirsch oder Wildschwein.

Ein Sprecher der Migros erklärt: «Die Verpackung trägt das Design unserer Herbstprodukte. Einerseits und hauptsächlich sind das Wildprodukte, aber auch andere Sachen, die man im Herbst gerne isst.» Auf der Etikette ist dann auch ersichtlich, dass es sich um Hausschwein handelt.

Der Radiohörer, der den Fall an SRF herangetragen hat, fand die Wurst aber immerhin fein. Sie sei geschmacklich wunderbar.

  • Hier hören Sie den Beitrag von SRFExterner Link zum Thema.
  • Vom Vegi-Sandwich, das Fisch enthält, bis zum Erdbeersnack mit 1% Erdbeeren: Eine Übersicht über die kleinen und grösseren Fälle von Etikettenschwindel in der Schweiz von SRFExterner Link.
Kim de l Horizon streicht sich über den Kopf.
Keystone / Sebastian Gollnow

Erst zum zweiten Mal geht der Deutsche Buchpreis an ein:e Schweizer:in.

Es ist erst das zweite Mal überhaupt: Der Deutsche Buchpreis geht an ein:e Schweizer Autor:in. Ganze zwölf Jahre hat Kim de l’Horizon auch am Debütroman «Blutbuch» gearbeitet, der diesen Sommer erschienen ist.

Das «Blutbuch» sei, so heisst es auf der Seite des Verlags, «eine Lektüre, die an der Körperwahrnehmung und an den eigenen Gewissheiten rüttelt». Im «Blutbuch» forscht die Erzählstimme nach dem Empfinden im queeren, nonbinären Körper und nach der weiblichen Blutlinie über die Mütter. ZEIT Online spricht von einem «hochinteressanten» Buch, das man auch als Literatur und nicht nur wegen gesellschaftspolitischen Debatten lesen und anerkennen sollte.

Bei der Verleihung an der Frankfurter Buchmesse hat die Autor:in den Preis dem Protest und Widerstand der Frauen im Iran gewidmet.

Meistgelesen
Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft