Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Ein Schweizer Politiker will den russischen Präsidenten Wladimir Putin samt Entourage vor ein Kriegsverbrechertribunal bringen. Die erste grosse Hürde hat er bereits geschafft.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ein Schweizer will Putin & Co. vor Gericht stellen.
Normalerweise ist Nationalrat Damien Cottier Fraktionschef der Freisinnig-Demokratischen Partei im Eidgenössischen Parlament. Nun hat es der 47-Jährige aus dem Kanton Neuenburg geschafft, den Europarat in Strassburg geschlossen hinter sich zu bringen, wie der Tages-Anzeiger berichtet.
Der Europarat wacht über die Einhaltung der Menschenrechte in seinen 46 Mitgliedstaaten. Russland gehört dem Europarat seit letztem März nicht mehr an. Cottier stellte im Rat die Frage, wie die Justiz mit dem russischen Angriffskrieg umgehen solle.
Sein Bericht, den er vor dem Europarat vortrug, hatte Erfolg: Die Parlamentarische Versammlung des Europarats fordert nun einstimmig ein Kriegsverbrechertribunal. Der Europarat will jetzt eine aktive Führungsrolle in der Sache übernehmen und konkrete Unterstützung leisten, wie die deutsche Website Legal Tribune Online berichtete.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Die Meldung bei Legal Tribune OnlineExterner Link.
- Für swissinfo.ch hat meine Kollegin Elena Servettaz letzte Woche die Einsetzung eines Kriegsverbrechertribunals für Putin & Co. in mehreren Interviews mit namhaften Fachleuten thematisiert. Hier finden Sie die Übersicht.
Bald werden die letzten Holocaust-Überlebenden nicht mehr da sein. Wie können ihre Stimmen bewahrt werden?
Die Digitalisierung macht es möglich: Die letzten Überlebenden der Vernichtungslager und Kriegsgräuel der Nazis während des II. Weltkriegs werden nicht verstummen, auch wenn sehr viele von ihnen schon nicht mehr unter uns sind.
Eine digitale Ausstellung lässt sie zu Wort kommen. Die Porträtierten waren alle in die Schweiz gekommen, sei es gleich nach dem Krieg oder dann später nach den Aufständen gegen Russland in Ungarn oder der Tschechoslowakei.
Als Wanderausstellung mit zwölf Porträts existiert sie schon seit 2017. Nun kann sie auch im Internet besucht werden, wie mein Kollege David Eugster berichtet. «Die Zeitzeugenschaft, die Präsenz von Überlebenden, mit denen man sich unterhalten kann, war stets das eindrücklichste Mittel gegen das Vergessen des Holocaust«, schreibt er.
- Der Artikel von David.
- Unsere freie Mitarbeiterin Simone Müller traf in den letzten Jahren die Überlebenden Betty Brenner, Bronislaw Erlich und Katharina Hardy. Es entstanden drei eindrückliche Porträts.
- Direkt zur AusstellungExterner Link kommen Sie hier.
- Zu denken gibt eine Studie aus den Niederlanden, wie ZDF berichtet: Viele Junge halten den Holocaust für einen Mythos!Externer Link
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Nun zu einem etwas leichteren Thema: Einwanderer der besonderen Art.
Um die 20 sind es laut Neuer Zürcher Zeitung. Die Financial Times spricht hingegen von mindestens 36. Gemeint sind – Sie hätten es sicher erraten – norwegische Milliardäre und Millionäre, die 2022 in die Schweiz eingewandert sind.
«Im Herbst wurden eine Zeitlang jede Woche neue Umzugsankündigungen auf sozialen Netzwerken gepostet», schreibt die NZZ. Es sind Besitzer von Fischölfabriken, Immobilienunternehmer, Reeder und Investoren, die Norwegen Richtung Schweiz verlassen haben.
Der Grund ist einfach, und ein von der NZZ Porträtierter gibt es auch unumwunden zu: «Es gibt nur einen Grund: die Vermögenssteuer. Wer etwas anderes sagt, lügt oder sagt nicht die ganze Wahrheit», so der Multimillionär. Aber zugegeben, das ist eigentlich alles andere als eine News.
- Der Artikel in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link (Paywall).
- Die Handelszeitung berichtete bereits im DezemberExterner Link über die «scharenweise» Flucht in die Schweiz (Paywall).
- Das Thema war sogar der Frankfurter Allgemeinen ZeitungExterner Link einen Beitrag wert (mit Werbeunterbrüchen).
Zum Schluss noch ein Aufruf: Die Reportage-Sendung «SRF bi de Lüt – Heimweh» sucht Rückkehrerinnen und Rückkehrer.
Fernsehen SRF begleitet auch für die 5. Staffel der TV-Doku «SRF bi de Lüt – Heimweh» Menschen beim Umzug zurück und beim Neustart in der «alten» Heimat, weshalb wir diesen Aufruf gerne weiterverbreiten.
Leben Sie seit Langem im Ausland und brechen nun ihre Zelte ab, um in die Schweiz zurückzukehren oder umgekehrt: Zügeln Sie nach langem Aufenthalt in der Schweiz zurück ins Herkunftsland? Oder von der Stadt aufs Land oder umgekehrt?
Haben Sie Lust, Ihre Heimkehr mit einem TV-Projekt zu verbinden? Oder kennen Sie jemanden, die oder der daran Interesse haben könnte? Dann melden Sie sich baldmöglichst bei SRF.
Sabine Grossrieder freut sich über jeden Hinweis! Per Whatsapp, E-Mail oder Telefon: sabine.grossrieder@srf.ch, +41 79 424 54 81
- Interessiert? Auf SRF Play können Sie Staffel 1 bis 4 sehenExterner Link.
- Auch wir begleiten immer wieder Rückkehrerinnen und Rückkehrer, wie etwa im Bericht meiner Kollegin Emilie Ridard.
- Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, also Sie, stehen bei SWI im Fokus.
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