Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Das Weltwirtschaftsforum beginnt in Schockstarre. Die Forderung der USA nach dem Kauf Grönlands dominiert das jährliche Treffen in Davos. In ihren Reden nahmen der Schweizer Bundespräsident und die EU-Kommissionspräsidentin Bezug auf die geopolitischen Verwerfungen in diesen unruhigen Tagen.
Und eine Schweizer Studie zeigt: Kühe sind cleverer als bisher angenommen. Wie kamen die Forschenden zu diesem Schluss?
Herzliche Grüsse aus Bern
Das World Economic Forum (WEF) 2026 steht im Schatten der Grönland-Krise: US-Präsident Trump sorgt mit seiner Forderung nach dem Kauf der Insel und neuen Strafzöllen gegen die EU für einen diplomatischen Eklat, während es in Zürich bei Protesten gegen seine Politik zu schweren Ausschreitungen kam.
Das Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos startete unter extremen geopolitischen Spannungen. Trotz des Mottos «A Spirit of Dialogue» dominieren Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump das Geschehen. Im Zentrum steht Trumps Forderung nach dem Kauf Grönlands, die zu einem Handelskonflikt mit der EU geführt hat. Trump droht europäischen Staaten mit Zöllen von bis zu 200%, während Dänemark und andere EU-Länder Widerstand leisten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte in ihrer Rede am Dienstagmittag in Davos, die EU werde «fest, vereint und mit Augenmass» auf die Drohungen Washingtons reagieren.
Die Schweiz versucht derweil, diplomatische Vorteile aus der Situation zu ziehen. Bundespräsident Guy Parmelin will Verhandlungen für ein Handelsabkommen mit den USA vorantreiben, um Zölle auf Schweizer Waren drastisch zu senken. In seiner Rede am WEF betonte er die Bedeutung von Einigkeit und internationalen Beziehungen.
Parallel dazu kam es am Montagabend in Zürich zu schweren Ausschreitungen. Bei einer Anti-Trump-Demonstration mit tausenden Teilnehmenden setzte die Polizei Wasserwerfer und Gummischrot gegen den «schwarzen Block» ein, nachdem Schaufenster zerstört und Barrikaden errichtet worden waren. Die Organisation Campax kritisierte das WEF als reine «Geld- und Machtgeschichte».
Die Eidgenössische Finanzkontrolle wirft der Armee vor, Millionen an Steuergeldern bei der Ausmusterung alter Waffen zu verschwenden. Trotz wiederholter Mahnungen fehle es an verbindlichen Regeln für einen wirtschaftlichen Umgang mit Armeematerial – ein brisantes Versäumnis, während gleichzeitig neue Milliardenkredite gefordert werden.
Die Schweizer Armee steht unter scharfer Kritik der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK), da sie Steuergelder bei der Ausserdienststellung veralteter Waffen verschwendet. Trotz mehrfacher Mahnungen und einer Empfehlung der «Priorität 1» seien seit dem Jahr 2020 keine nennenswerten Fortschritte bei der Sparsamkeit erzielt worden. Es mangle an verbindlichen internen Vorgaben, um einen wirtschaftlichen Mitteleinsatz sicherzustellen, heisst es im EFK-Bericht.
Besonders bemängelt wird, dass Wirtschaftlichkeitsüberlegungen bei der Entsorgung von Material oft keine Rolle spielen. Anstatt wertvolles Gerät zu verkaufen, wurde es in der Vergangenheit häufig an Museen abgegeben. Das ist angesichts der laufenden Forderungen der Armee nach zusätzlichen Milliardenkrediten politisch höchst brisant und wird als «systematische Lücke» bezeichnet.
Verteidigungsminister Martin Pfister versucht nun, durch personelle Verstärkung aus den Reihen der Finanzkontrolleure gegenzusteuern. Ein Testfall für die neue Strategie werde die geplante Ausserdienststellung der F-5-Tiger-Jets sein, wie der Blick schreibt. Hier erwarte die EFK, dass die Flugzeuge verkauft werden, um dem gesetzlichen Auftrag zur Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden.
Wie viel Präsenz der Behörden im Netz ist nötig? Während Schweizer Gemeinden massiv auf Social Media expandieren, fordert die SP den Rückzug der Landesregierung von der Plattform X.
Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass soziale Medien für Schweizer Behörden zum Standard werden. Fast jede zweite Gemeinde nutzt mittlerweile mindestens einen Kanal, wobei Facebook und Instagram dominieren, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet. Besonders ländliche Regionen weisen eine überraschend hohe relative Reichweite und Bindung auf.
Parallel zur Expansion wächst der politische Druck auf den Bundesrat, die Plattform X zu verlassen. Die Sozialdemokratische Partei (SP) bezeichnet den Kanal laut SRF News als «gemeingefährlich» und warnt davor, sich durch Präsenz zum Komplizen von Rechtsextremismus zu machen.
Die Grünen unterstützen dies und fordern eine stärkere Regulierung zum Jugendschutz. Bürgerliche Parteien wie die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) und Die Mitte lehnen einen Rückzug ab. Sie argumentieren, dass die offizielle Schweiz gerade in schwierigen digitalen Räumen Position beziehen müsse. Ein Rückzug würde das Feld den Extremisten überlassen, während die aktive Teilnahme die staatliche Sichtbarkeit sichere.
Vergessen Sie alles, was Sie über «dumme Kühe» zu wissen glaubten. Die Kuh Veronika hat der Wissenschaft gezeigt, dass Rinder nicht nur grasen, sondern auch Besen strategisch als Wellness-Tools einsetzen können.
Die österreichische Kuh Veronika, sinnigerweise von der Rasse «Schweizer Braunvieh», nutzt Äste und Besen nicht einfach nur, um sich an unzugänglichen Stellen zu kratzen, sie beherrscht echten Umgang mit einem Werkzeug: Für den harten Rücken setzt sie die Borsten ein, für das empfindliche Euter den glatten Stiel. Diese Art der flexiblen Nutzung kannte man bisher fast nur von Schimpansen – jetzt muss der Stammbaum der Genies im Tierreich wohl um die Kühe erweitert werden.
Die Forschenden des von einer Schweizer Stiftung unterstützten Forschungsinstituts für Mensch-Tier-Beziehung in Wien glauben, dass viele Kühe eigentlich mehr könnten, ihr Alltag im langweiligen Standard-Stall ihnen aber einfach keinen Grund gibt, dies zu zeigen, berichtet die deutsche Tagesschau. Während wir also glauben, sie stünden nur dekorativ in der Gegend herum, warten sie vielleicht nur auf das richtige Werkzeug, um uns zu beeindrucken.
Die Studie zeigt, dass wir unsere Beziehung zu Nutztieren grundlegend überdenken müssen. Wenn eine Kuh versteht, wie ein Besen funktioniert, stellt sich die Frage, ob unsere Haltungsmethoden noch zeitgemäss sind oder ob wir den Tieren schlichtweg zu wenig zutrauen.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards