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Abstimmungsunterlagen

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Wissen Sie bereits, wie Sie am 8. März bei den vier nationalen Vorlagen abstimmen werden? Das Bündel ist kompakt: SRG-Initiative, Individualbesteuerung, Klimafonds- und Bargeld-Initiative.

Eine Pulsmessung dazu, was uns am ersten Abstimmungssonntag des Jahres erwartet, gab heute die erste SRG-Umfrage, durchgeführt von gfs.bern. Diese zeigt: Bei drei der vier Vorlagen zeichnen sich bereits klare Mehrheiten ab.

Gute Lektüre!

Blick in einen Regieraum der SRG: Medienminister Albert Rösti spricht sich gegen die SRG-Initiative aus.
Blick in einen Regieraum der SRG: Medienminister Albert Rösti spricht sich gegen die SRG-Initiative aus. Keystone / Peter Klaunzer

Am 8. März stimmt die Schweiz über vier Vorlagen ab. Laut der ersten SRG-Umfrage, die Mitte Januar durchgeführt wurde, zeichnen sich bei Individualbesteuerung, Klimafonds- und Bargeld-Initiative klare Mehrheiten ab. Bei der SRG-Initiative ist hingegen noch alles offen.

Auf den ersten Blick sieht es bei der SRG-Initiative, welche die jährliche Mediengebühr auf 200 Franken reduzieren will, zum jetzigen Zeitpunkt nach einer Ablehnung aus. 52% sprechen sich dagegen aus. «Doch bei einem Stichprobenfehler von 3% könnte die Ablehnung auch bei 49% liegen», warnt gfs.bern-Politologin Martina Mousson vor voreiligen Schlüssen. Was auffällt: Die Stimmabsichten der Schweizer:innen im Ausland und der Stimmbevölkerung im Inland sind bei dieser Vorlage derzeit sehr ähnlich.

Das Institut gfs.bern stellt fest, dass das Meinungsbild bei der SRG-Initiative bereits gefestigt ist. Es werde daher nicht mehr um inhaltliche Überzeugungsarbeit gehen, sondern darum, welches Lager mehr Leute an die Urnen bringe.

Deutlicher ist die Ausgangslage bei der Individualbesteuerung, also der Abschaffung der «Heiratsstrafe»: In allen Gruppen von rechts bis links herrscht mehrheitlich Unterstützung. Schweizer:innen im Ausland sprechen sich mit 74% Zustimmung gar noch stärker für die Vorlage aus.

Viel Zustimmung gibt es Mitte Januar auch für die Bargeld-Initiative, 65% der Befragten sind dafür. Allerdings sei die Meinungsbildung weniger gefestigt als bei den anderen Vorlagen, sagt Politologin Mousson. Anders sieht es bei der Klimafonds-Initiative aus, die am 8. März wohl kaum Chancen hat. «Wenn eine Initiative zu Beginn des Abstimmungskampfs keine Mehrheit findet, dann ist sie normalerweise schon gescheitert», sagt Lukas Golder von gfs.bern.

Menschen trauern um den getöteten Alex Pretti.
Menschen trauern um den getöteten Alex Pretti. Keystone / EPA / Craig Lassig

Seit in Minneapolis eine US-Bürgerin und ein US-Bürger bei Einsätzen von Bundesbehörden erschossen wurden, blickt die Welt auf die Stadt im Bundesstaat Minnesota. Wie erleben Auslandschweizer:innen die Situation vor Ort?

Karin Stricker und David Mörker, zwei Schweizer Ausgewanderte, die seit Jahrzehnten in Minnesota leben, berichten gegenüber dem Tages-Anzeiger, wie sie die derzeitige Lage erleben – und vertreten dabei unterschiedliche Ansichten.

«Wir wehren uns, wo wir können», sagt Karin Stricker. Vor 25 Jahren wanderte sie nach Minneapolis aus, wo die heute Pensionierte zusammen mit ihrem amerikanischen Ehemann noch heute lebt. «Sobald ein ICE-Wagen in die Strasse biegt, geht das Pfeifen los. Die Whistle-Brigaden gegen ICE-Behörden.» Praktisch alle hätten sich eine Trillerpfeife angeschafft.

Stricker selbst demonstriert nicht. «Meine Greencard läuft in zwei Jahren ab, auf keinen Fall will ich meine Aufenthaltsbewilligung riskieren.» Ihr Mann würde aber regelmässig an Demonstrationen teilnehmen. Stricker sagt: «Es ist uns wichtig, dass man die Zustände in Minneapolis auch in der Schweiz kennt.»

David Mörker ist seit 21 Jahren Präsident der Twin Cities Swiss American Association und einer von acht Vorständen des Vereins Swiss Community in Amerika. Für ihn steht in dieser Rolle fest: «Ich bin für alle da, ich bin neutral und lasse die Kirche im Dorf.»

Für Mörker sind die zwei Grossparteien «wirklich wie Sekten. Man ist nicht rational, und man muss sich undifferenziert auf die eine oder die andere Seite schlagen.» Dies sorge für viel Unversöhnlichkeit und Aggression. So wünscht sich Mörker, dass sich in Minneapolis alle an einen runden Tisch setzen würden, und dass alle Stimmen gehört würden, «nicht nur die aus der eigenen Bubble».

Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe: Der Schweizer Skistar Marco Odermatt legt während dem Abfahrtstraining eine Rose nieder.
Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe: Der Schweizer Skistar Marco Odermatt legt während des Abfahrtstrainings eine Rose nieder. Keystone / Jean-Christophe Bott

Die Weltcup-Rennen in Crans-Montana standen wegen der Brandkatastrophe vor einem Monat unter speziellen Vorzeichen. Nun musste heute die Abfahrt der Frauen nach drei Stürzen abgebrochen werden.

Der Entscheid, die Abfahrt der Frauen abzubrechen, fiel nach knapp einer Stunde. Dies zum einen, weil der Schneefall in Crans-Montana immer stärker wurde, zum anderen, weil zuvor nur drei der sechs gestarteten Athletinnen das Ziel erreicht hatten. Die anderen drei – die Österreicherin Nina Ortlieb, die Norwegerin Marte Monsen und die US-Amerikanerin Lindsey Vonn – waren gestürzt.

Morgen ist im Wallis noch ein Super-G geplant. Ob dieser allerdings angesichts der aktuell schlechten Wetterbedingungen stattfinden kann, stand zum Zeitpunkt, als dieses Briefing geschrieben wurde, noch nicht fest.

Die Weltcup-Rennen in Crans-Montana sind nach der fatalen Brandtragödie von Silvester ein Balanceakt zwischen Trauer und Sport. So sind etwa im Zielgelände, wo sonst bunte Logos und Werbeslogans hängen, hellgraue Plakate zu sehen. «Wir sind in Gedanken bei euch» steht in vier Sprachen darauf.

Im Vorfeld sei eine Absage der Rennen diskutiert worden, sagt Daniel Bollinger vom Organisationskomitee gegenüber SRF. Doch man sei zum Entscheid gekommen, der Sport solle stattfinden. Aber ohne «Halligalli», alle Festivitäten rund um den Sport wurden abgesagt. Bruno Huggler, Tourismusdirektor von Crans-Montana, betont: «Es dürfen positive Emotionen da sein, ohne dabei die Tragödie der Silvesternacht zu vergessen.»

Der Swatch Drive-Thru Store in Biel
Der Uhrenkonzern Swatch erleidet einen massiven Gewinneinbruch. Keystone / Peter Klaunzer

Die Swatch Group hat ein schwieriges Jahr hinter sich: Der Uhrenkonzern hat deutlich weniger Umsatz und Gewinn erzielt.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz 2025 um 5,9 Prozent auf 6.28 Milliarden Franken. Dies teilte das Unternehmen heute mit. Der Betriebsgewinn brach von 304 Millionen auf 135 Millionen Franken ein, was zu einer Marge von gerade noch 2,1 Prozent führte. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 25 Millionen, ein Gewinneinbruch von 89 Prozent.

Wie SRF schreibt, sind die Gründe für den schleppenden Verkauf von Uhren vor allem in China und allgemein in Asien zu suchen. Bereits im ersten Halbjahr lief das Uhrengeschäft in Asien nicht besonders gut, nun zeigt sich dies auch für das ganze Jahr. Die NZZ verweist auf die Zahlen des Aussenhandels, welche zeigen, dass die Exporte der Uhrenindustrie 2025 stark unter den Strafzöllen der Schweiz gelitten haben.

Trotz dem Ergebniseinbruch will Swatch den Aktionär:innen eine Dividende in Höhe von 4.50 Franken je Inhaberaktie auszahlen – unverändert zum Vorjahr. Das Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft und spricht von einem positiven Momentum im zweiten Halbjahr und einer Beschleunigung im letzten Quartal. Dieses habe sich im Januar in allen Preissegmenten fortgesetzt. Für 2026 erwartet der Konzern eine «positive Entwicklung von Umsatz und Volumen».

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