Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Schweizer Diaspora wächst stetig! Die neusten Statistiken zeigen, dass sie die Zahl von 838’000 Personen überschritten hat. Welches Land beherbergt Ihrer Meinung nach mit Abstand die meisten Schweizer Staatsangehörigen? Wir verraten es.
In Ihrem heutigen Briefing erfahren Sie ausserdem, wie sehr das Schweizer Volk seine Demokratie liebt.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre
Ende 2025 lebten 838’600 Personen mit Schweizer Staatsangehörigkeit im Ausland, ein Anstieg von 1,4% gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht 11’900 Personen mehr. Würde man die Fünfte Schweiz als Kanton betrachten, wäre sie der viertbevölkerungsreichste, nach Zürich, Bern und Waadt.
Laut den Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) lebt die Hälfte der Schweizer Diaspora in einem Nachbarland, wobei Frankreich mit Abstand das beliebteste Land ist. Dort leben 214’400 Schweizerinnen und Schweizer, also etwas mehr als doppelt so viele wie in Deutschland, das mit 102’100 Personen den zweiten Platz belegt. Es folgen die USA (85’900) und Italien (53’100).
Die Schweizer Gemeinschaft ist in den Grenzregionen besonders stark vertreten. Im französischen Département Haute-Savoie beispielsweise machen Schweizerinnen und Schweizer 6% der Gesamtbevölkerung aus.
Im Vergleich zu 2024 ist die Zahl der Personen mit Schweizer Pass ausserhalb der Schweiz gestiegen: um 3% in Asien, 1,5% in Europa, 1,1% in Nordamerika, 1% in Ozeanien, 0,6% in Afrika sowie 0,3% in Lateinamerika und der Karibik. Das BFS hebt drei besonders starke Anstiege hervor: Österreich (+2,1%), Spanien (+3,1%) und Liechtenstein (+6,4%).
«Liebst du mich – und wie sehr?» Würde die Demokratie diese Frage dem Schweizer Volk stellen, könnte die Antwort dank einer gestern veröffentlichten Umfrage äusserst präzise ausfallen.
In keinem anderen Land der Welt beteiligt sich die Bevölkerung so intensiv an politischen Entscheiden wie in der Schweiz: Viermal im Jahr geht sie an die Urne, um Vorschläge von Regierung und Parlament (Referendum) anzunehmen oder abzulehnen beziehungsweise Vorlagen aus der Bevölkerung (Volksinitiative) zu unterstützen oder abzulehnen.
77,5% der befragten Stimmberechtigten in der Eidgenossenschaft geben an, mit der Schweizer Demokratie eher oder sehr zufrieden zu sein, wie aus einer Studie der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft hervorgeht. Mit Blick auf die Parteizugehörigkeit sind die Skeptischsten jene, die für die Schweizerische Volkspartei (SVP) stimmen: 35,5% bezeichnen sich als eher oder sehr unzufrieden. Es folgen die Sympathisantinnen und Sympathisanten der Sozialdemokratischen Partei (SP) mit 22,2%. Am wenigsten unzufrieden (10%) ist das Elektorat der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP).
Bemerkenswert ist, dass 70,7% derjenigen, die gar nicht oder kaum abstimmen, das Schweizer Modell als zufriedenstellend erachten. Für Marc Bühlmann, den Direktor von Année Politique Suisse, ist dies ein positives Zeichen. Die Mehrheit der Nichtwählenden vertraue dem System und seinen Ergebnissen, nicht der Überzeugung, dass die eigene Stimme nichts nütze, so der Experte gegenüber SRF.
Die Lage rund um das ehemalige Militärdepot Mitholz im Berner Oberland ist komplexer als bisher angenommen. Das Gelände wird laut einem Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) künftig nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden können.
Im Dezember 1947 zerstörten gewaltige Explosionen das Munitionsdepot der Schweizer Armee im Kandertal. Dabei kamen neun Menschen ums Leben. Schätzungen zufolge liegen heute noch immer bis zu 3500 Tonnen Munition und mehrere Doppelzentner Sprengstoff weit verstreut im Boden um das Depot herum.
Im Jahr 2018 wurde festgestellt, dass das von diesen Überresten ausgehende Explosionsrisiko höher ist als bisher angenommen. Für die Sanierung genehmigten die eidgenössischen Räte im September 2023 einen Kredit über 2,59 Milliarden Franken. Insgesamt 56 Personen müssen wegen der Sanierung ihr Zuhause verlassen.
Wie aus dem am Montag veröffentlichten Dokument hervorgeht, haben neue Bodenuntersuchungen nun ergeben, dass die Munition teilweise tiefer und über ein grösseres Gebiet verteilt ist als ursprünglich angenommen. Dementsprechend sieht der Plan vor, die Überreste soweit aus dem Boden zu entfernen, dass anschliessend eine gefahrlose Tierhaltung und Beweidung möglich ist, eine Nutzung als Ackerland jedoch nicht.
Mit der heutigen Technologie kann Munition bis zu einer Tiefe von rund dreissig Zentimetern zuverlässig aufgespürt und entfernt werden. Das verbleibende Material soll im Boden bleiben. Eine tiefere Sanierung würde die Bodenqualität ohnehin zerstören, betont die EFK.
Wie aus einem Bericht des Bundesamts für Cybersicherheit hervorgeht, nehmen die Cyberbedrohungen in der Schweiz kontinuierlich zu und werden immer komplexer und raffinierter.
Eine Roboterstimme erklärt auf Englisch: «This call is from Swiss Police.» Wer eine Schweizer Telefonnummer hat, hat diese Worte beim Abheben seines Mobiltelefons in der jüngeren Vergangenheit mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal gehört. Dass am anderen Ende der Leitung kein echter Schweizer Polizist steckt, wird schnell klar – nicht nur an der Sprache. Es handelt sich um eine der am weitesten verbreiteten Formen von Voice-Phishing, bei der Kriminelle Sprachanrufe oder automatisierte Nachrichten nutzen, um Opfer zu manipulieren und an sensible Daten zu gelangen.
Diese Art von Cyberangriffen hat sich in der Schweiz im Jahr 2025 intensiviert. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) verzeichnete im vergangenen Jahr 64’733 Meldungen (+3% gegenüber 2024), von denen 55% Betrugsversuche betrafen, die dem genannten Beispiel ähnelten.
BACS-Direktor Florian Schütz betont, dass die Cyberkriminalität künstliche Intelligenz immer stärker ausnutze, KI in Zukunft jedoch auch Werkzeuge zur Abwehr liefern könnte. Derzeit ist der Kampf jedoch ungleich. «Wer angreift, muss nur einen einzigen Angriffspunkt finden; wer verteidigt, muss alle schützen», sagt Schütz.
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