Aufsichtsbehörde senkt Strompreise definitiv
Die Eidgenössische Elektrizitätskommission senkt die Strompreise für nächstes Jahr definitiv um 62 Millionen Franken. Dies beschloss die Aufsichtsbehörde, nachdem eine Überprüfung ergeben hatte, dass die Stromkonzerne den Konsumenten zu hohe Tarife für die Netznutzung in Rechnung stellen.
Im Juni 2010 hatte die Elektrizitätskommission (ElCom) die Tarife des Übertragungsnetzes für das Jahr 2011 vorsorglich gesenkt und damit die Strompreiserhöhungen gemildert. Nun zeigten die definitiven Untersuchungsresultate, dass die Absenkung begründet war, teilte die ElCom am Montag mit.
Die Kommission war aufgrund einer ersten summarischen Prüfung zum Schluss gekommen, dass die deklarierten Kosten von einigen Eigentümern des Übertragungsnetzes sowie Swissgrid zu hoch angesetzt waren. Die ElCom kürzt die deklarierten Kosten der Netznutzung nun um rund 18 Prozent oder 62 Millionen von 350 auf 288 Millionen Franken.
Da die Absenkung bereits vor der Publikation der Tarife 2011 vorgenommen wurde, ändere sich an den anzuwendenden Netznutzungstarifen nichts, heisst es in der ElCom-Mitteilung weiter.
Allerdings zeigten die Untersuchungsresultate, dass die Tarife noch mehr hätten gesenkt werden müssen. Diese Differenz müsse nun bei der Berechnung der Tarife für die nächsten Jahre ausgeglichen werden.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch