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UBS stoppt Geldabfluss

Die UBS hat erstmals seit 2007 netto wieder Kundengelder angezogen: 1,2 Milliarden Franken nahm die Bank im dritten Quartal 2010 entgegen, wie am Dienstag bekannt gegeben wurde. Im Vorquartal hatten Kunden noch 4,7 Mrd. Franken abgezogen.

Die Investmentbank und die Vermögensverwaltung für reiche Kunden (Wealth Management) litten wie bei der Konkurrentin Credit Suisse im dritten Quartal unter einem schwachen Geschäft und dem starken Franken. In der Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden (Global Asset Management) waren die Erträge stabil.

Dank Steuergutschriften und Kosteneinsparungen schaffte die UBS aber einen unerwartet hohen Gewinn von 1,664 Mrd. Franken. Zwischen April und Juni hatte die UBS 2 Mrd. Franken verdient, im dritten Quartal 2009 hatte ein Verlust von 564 Mio. Franken resultiert.

Vor Steuern beträgt der Gewinn nur 818 Mio. Franken, verglichen mit 2,61 Mrd. Franken im Vorquartal. Die UBS habe gemessen am zweiten Quartal 731 Mio. Franken an Kosten eingespart, wurde weiter mitgeteilt. Der Gewinn wird dazu gestützt von einer 825 Mio. Franken hohen Steuergutschrift. Belastend wirkten Bewertungsverluste auf eigenen Verbindlichkeiten von 387 Mio. Franken.

Mit den Drittquartalszahlen übertrifft die Grossbank die Voraussagen der Analysten zum Teil weit: Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Experten hatten im Schnitt etwa 1,1 Mrd. Franken Gewinn vorausgesagt.

UBS-Konzernchef Oswald Grübel erklärte zum Quartalsergebnis: «Wir sind auf Kurs, um unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen». Im vierten Quartal 2010 sollten alle Bereiche von einer Belebung an den Märkten profitieren, sagte er weiter.

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