The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter

Urlaub in der Schweiz für Europäer zu teuer

Der starke Franken vermiest den Schweizer Hoteliers die Wintersaison: Viele Gäste, die ihr Geld in Euro verdienen, werden diesen Winter auf einen Besuch in der Schweiz verzichten. Die Branche rechnet mit insgesamt 1,5 Prozent weniger Übernachtungen.

Mit minus 2,2% dürfte die Nachfrage aus dem Ausland besonders stark zurückgehen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Gäste aus dem Inland werden gemäss der Prognose zwischen November und Ende April weniger häufig übernachten (-0,5%) als während der letzten Saison.

Seit Anfang Jahr haben sich die Schweizer Preise für Gäste aus dem Euro-Raum um rund 15% erhöht. Der Franken hat sich auch gegenüber Dollar und Pfund aufgewertet.

Bislang hat die Branche dem Effekt der ungünstigen Wechselkurse aber getrotzt: In den ersten acht Monaten 2010 stieg die Zahl der Übernachtungen um 2,1% – bei den ausländischen Gästen war der Zuwachs mit 2% nur leicht schwächer als bei inländischen Touristen.

Der jetzige Stand entspreche dem Niveau des Rekordjahres 2008, wie der Branchenverband Schweiz Tourismus in einer Mitteilung schreibt. In der bevorstehenden Wintersaison werde es nun aber schwierig, vergleichbare Resultate wie in der Vorsaison zu erzielen.

Auch die kommende Sommersaison dürfte schwächer ausfallen als im Jahr 2010. Die Zahl der Übernachtungen wird gemäss BAK Basel um rund 1% sinken, vor allem weil Ausländer vermehrt auf einen Besuch verzichten.

Erst für das Jahr 2012 erwartet die Konjunkturforschungsstelle einen Aufwärtstrend mit 1,4% mehr Übernachtungen. 2013 dürften noch mehr Betten belegt werden können (+3,3%).

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft