Mit Spam zu persönlichen Bankdaten
E-Banking-Kunden geraten immer häufiger ins Visier von Cyber-Kriminellen. Unwissenheit und Naivität der Nutzenden sind oft das Tor zu deren Bankdaten und Geld, berichtet die Melde- und Analysestelle für Informationssicherung (MELANI).
Die Versuche von Internet-Betrügern nehmen zu, sich mit Schadsoftware Login-Informationen zum E-Banking zu verschaffen. Dies geschieht häufig mit Spam-Wellen, welche gezielt als nützliche Anwendungen getarnte Schadprogramme, so genannte Trojaner, einschleusen.
MELANI registrierte auch verschiedene Phishing-Versuche gegen Schweizer Internet- und Finanzdienstleister sowie Auktions-Plattformen. Mit einem gefälschten Link sollten Opfer auf eine gefälschte Webseite gelockt werden, um dort Logindaten preiszugeben.
Verschärft hat sich die Problematik der mobilen Speichermedien. So haben die USA Armeeangehörigen die Benutzung von USB-Sticks, CD und DVD verboten, nachdem sich ein Virus von USB-Sticks auf angeschlossene Systeme übertragen hatte.
MELANI fordert die zivile Verwaltung und die Privatwirtschaft auf, sich vermehrt Gedanken über die Nutzung mobiler Speichermedien zu machen. Der Umgang mit solchen Speichern müsse geregelt und nötigenfalls auch technisch umgesetzt werden.
Die Meldestelle rät auch, nicht mehr benutzte Daten zu löschen. Dies sei nicht zuletzt eine wichtige Grundlage für den Schutz der Privatsphäre.
swissinfo.ch und Agenturen
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