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Analyse


Abstimmung: Auslandschweizer äusserten sich deutlicher




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Elefantenrunde der Parteipräsidenten im Abstimmungsstudio des Schweizer Fernsehens SRF am 5. Juni 2016. (Keystone)

Elefantenrunde der Parteipräsidenten im Abstimmungsstudio des Schweizer Fernsehens SRF am 5. Juni 2016.

(Keystone)

Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben der Änderung des Asylgesetzes deutlicher zugestimmt und die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen weniger stark abgelehnt als ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Schweiz. Allerdings gibt es in den Kantonen einige bemerkenswerte Unterschiede bei den Prozentsätzen.

Aus verschiedenen Untersuchungen ist bekannt, dass die Fünfte Schweiz politisch etwas linker als ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger im Inland eingestellt ist. Dies lässt sich erneut bei der Volksabstimmung vom 5. Juni 2016 feststellen, nachdem von allen 12 Kantonen, in denen die Auslandgemeinde separat ausgewiesen wurde, die vorläufigen amtlichen Endergebnisse bekannt geworden sind.

Demnach haben die in diesen Kantonen ausgewiesenen Landsleute das Asylgesetz deutlicher angenommen und die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen weniger deutlich abgelehnt als das inländische Stimmvolk.

Innerrhoder "Revolution"?

Ein gesamtschweizerischer Vergleich ist nicht möglich, da die Kantone, welche die Auslandschweizer separat ausweisen, ungleich gewichtet sind. So ist von den Westschweizer Kantonen lediglich Neuenburg nicht bei diesen 12 dabei.

Im innerkantonalen Vergleich sticht bei der Volksinitiative "für ein bedingungsloses Grundeinkommen" der Unterschied zwischen der Zustimmung in der Auslandgemeinde und im Kanton besonders in Appenzell Innerrhoden ins Auge: Ansässige sagten lediglich zu 12,6% Ja, während die Auslandgemeinde des in der Regel eher konservativ eingestellten Innerrhodens mit bemerkenswerten 31,25% zustimmte.

Es ist dies die dritthöchste Zustimmungsrate der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in einem Kanton, gleich hinter jenen der im Normalfall eher links stimmenden Kantone Genf (35,07%) und Basel-Stadt (34,07%). Basel-Stadt ist übrigens der einzige Kanton, in dem die Ansässigen dem Volksbegehren höher zustimmten als die im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer. Recht gross sind die Unterschiede auch in den Innerschweizer Kantonen Luzern (Kanton: 18%; Auslandschweizer: 27,56%) und Uri (15,5%; 23,24%).

Massive Zustimmung zum Asylgesetz

Bei der Änderung des Asylgesetzes, die eine Beschleunigung der Verfahren und kostenlose Rechtsberater für Asylsuchende vorsieht, lag der Anteil der Ja-Stimmen im Lager der Fünften Schweiz bei dieser Vorlage in allen 12 Kantonen höher als jener der Einheimischen. In den Kantonen Uri, Basel-Stadt und Zürich lag er sogar bei über 80%.

Bei der Asylvorlage sind die Unterschiede innerhalb der Kantone nicht derart frappant wie beim Grundeinkommen. Am grössten ist dieser im Urschweizer Kanton Uri, wo 61,3% Ja-Stimmen im Kanton 81,75% in der Auslandgemeinde gegenüberstehen. Gross ist der Unterschied zwischen Ansässigen und im Ausland lebenden Bürgerinnen und Bürgern des Kantons Appenzell Innerrhoden auch bei dieser Vorlage (Kanton: 56%; Auslandschweizer: 70,83%).


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