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1. Halbjahr 2006: Richemont noch reicher

Der im Luxusuhren-Segment engagierte Luxusgüterkonzern Richemont weist für das erste Halbjahr 2006 (per Ende September) einen um 22% gewachsenen Reingewinn von 645 Mio. Euro aus.

Dieser Inhalt wurde am 17. November 2006 - 13:03 publiziert

Der Umsatz des Unternehmens mit Sitz in Genf nahm um 16% auf 2,303 Mrd. Euro zu. Die Analysten-Erwartungen wurden damit leicht übertroffen.

Die Luxusmarken bescheren Richemont vor Weihnachten rosige Zahlen. Dabei profitierte das Unternehmen von seiner Beteiligung an British American Tobacco (BAT): Der zweitgrösste Tabakkonzern der Welt spülte Richemont 274 Mio. Euro (rund 411 Mio. Franken) in die Kasse, wie die Gesellschaft mit südafrikanischen Wurzeln am Freitag bekannt gab.

Aber auch das eigene Geschäft lief gut: Der Umsatz von Richemont stieg um 16% auf 2,303 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis nahm um 31% auf 436 Mio. Euro zu. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 616 Mio. Euro inklusive BAT-Beteiligung und Umsätzen im Kerngeschäft von 2,29 Mrd. Euro gerechnet.

Uhren-Segment: Plus 14%

Alle Richemont-Häuser trugen zu der guten Performance bei. Im Schmuck-Geschäft stieg der Umsatz um 13%. Die Marken Cartier und Van Cleef & Arpels hätten sich exzellent entwickelt.

Bei den Uhren betrug das Umsatzwachstum 14%. Das Unternehmen hob vor allem den erfreulichen Geschäftsgang bei Panerai, A. Lange & Söhne und Piaget hervor.

Bei den Schreibwaren kletterte der Umsatz um 24%. Montblanc habe mit den Produkten zum 100. Geburtstag der Marke sowie der Lancierung einer Silber-Schmuck-Kollektion für Damen zu den guten Umsätzen beigetragen.

Erfreut zeigte sich Richemont über die Entwicklung der Sorgenkinder Dunhill und Lancel bei den Lederwaren und Accessoires. Die Verluste bei Dunhill und Lancel hätten sich mehr als halbiert.

Gleiches Wachstum in Asien-Pazifik wie in Europa

Alle Regionen hätten zum guten Wachstum beigetragen, hiess es weiter. Der Umsatz in Asien-Pazifik (inklusive China) sticht mit 18% besonders hervor. Die Umsätze in China stiegen dabei um 64%.

Auch Europa wuchs insgesamt um 18%. Vor allem in Frankreich und Grossbritannien liefen die Geschäfte sehr gut. In den USA stiegen die Verkäufe um 17%. In Japan betrug das Wachstum 14%, doch der schwächere Yen belastete das Ergebnis.

Ausblick relativ optimistisch

Für das ganze Geschäftsjahr 2006/07 gibt sich der Konzern optimistisch, auch wenn eine gewisse Zurückhaltung zu spüren sei. "Ich bin zuversichtlich, dass die Gruppenperformance signifikant über jener des Vorjahres liegen wird", bekräftige Konzernchef Johann Rupert.

Man werde dabei ein Auge auf die Margenentwicklung haben. Allerdings stelle die gute Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr des Vorjahres eine Herausforderung dar.

Im Vorfeld der für Richemont wichtigen Weihnachtssaison seien die Oktober-Zahlen einigermassen vielversprechend ausgefallen, hiess es. Der Umsatz im Oktober erreichte ein Plus von 11% zu aktuellen Wechselkursen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Resultate des 1. Halbjahr 2006:
Reingewinn: 645 Mio. Euro (+22%)
Umsatz: 2,303 Mrd. Euro (+16%)
Umsatzanteil Uhren: 597 Mio. Euro (+14%)
Umsatzanteil Biijouterie: 1,17 Mrd. (+13%)

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Richemont

Der Richemont-Konzern hat seinen Hauptsitz in Genf. Seine Aktien sind an der Schweizer Börse kotiert, aber als Mehrheitsbesitzer fungiert die südafrikanische Familie Rupert.

Die Gruppe umfasst Marken wie Vacheron Constantin, James Purdey & Sons, Baume & Mercier, Jaeger-LeCoultre, Lange & Söhne, Cartier, Officine Panerai, IWC, Piaget, Lancel, Alfred Dunhill, Van Cleef & Arpels, Montblanc, Montegrappa, Chloé, Shanghai Tang.

Richemont ist hauptsächlich im Bijouterie/Schmuckgeschäft, der Uhren- und der Luxusleder-Branche tätig.

Andererseits hält Richemont 18,6% von British American Tobacco (BAT).

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