2001: Das ändert sich in der Schweiz

Neu in der Schweiz 2001: Das LSVA-Erfassungsgerät. Keystone

Mit dem neuen Jahr steigt für die Frauen in der Schweiz das Rentenalter von 62 auf 63 Jahre. Sämtliche Rentnerinnen und Rentner erhalten nächstes Jahr zudem eine 2,5 Prozent höhere Pension. Teurer wird das Rauchen, der Strassentransport und die Post.

Dieser Inhalt wurde am 28. Dezember 2000 - 15:07 publiziert

Für Frauen ab dem Jahrgang 1940 beginnt nächstes Jahr ein neues Zeitalter. Denn für sie gilt jetzt Rentenalter 63. Die Betroffenen können sich jedoch mit 62 vorzeitig pensionieren lassen. Statt um 6,8 Prozent wird ihre Rente nur um 3,4 Prozent gekürzt. 2005 wird das Frauen-Rentenalter dann auf 64 angehoben.

Die Alters- und Invaliditäts-Renten für Frauen und Männer werden auf Anfang 2001 der seit 1999 aufgelaufenen Teuerung angepasst. Die rund 2,5 Prozent höheren Renten entsprechen einer Leistungserhöhung von rund 840 Mio. Franken pro Jahr. Die minimale Altersrente erhöht sich von monatlich 1'005 auf 1'030 Franken, die Maximalrente von 2'010 auf 2'060 Franken pro Monat. Die Ehepaar-Renten werden erstmals in zwei Einzelrenten Frau/Mann gesplittet

Gegenwartsbesteuerung

Bei den Einkommens-Steuern gehen ab dem nächsten Jahr 23 Kantone zur einjährigen Gegenwarts-Besteuerung über. Nur noch die Kantone Waadt, Wallis und Tessin bleiben bei der zweijährigen Vergangenheits-Besteuerung.

Neu wird ein Mehrwertsteuer-Promille zu Gunsten der Eisenbahn-Grossprojekte wie Neat und Bahn 2000 erhoben. Sport- und Kulturveranstaltungen werden zum tiefsten Satz von 2,3 Prozent besteuert; das "Fundraising" gemeinnütziger Organisationen ist ab 2001 steuerfrei.

Bestechungsgelder

Bestechungsgelder an in- und ausländische Beamte dürfen nicht mehr als geschäftsmässig begründeter Aufwand vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Das war tatsächlich bis 2000 in der Schweiz möglich!

Pakete, Zigaretten, die Post etc. werden teurer

Teurer werden ab dem nächsten Jahr unter anderem die Zigaretten, die Post und die Strassentransporte. Die Erhöhung der Tabaksteuer um zehn Rappen pro Päckli bringt dem Bund Mehreinnahmen von rund 70 Mio. Franken, die der Mitfinanzierung von AHV und IV dienen.

Bei den Posttarifen hat Postminister Bundesrat Moritz Leuenberger die Vorstellungen des Gelben Riesen stark zusammengestrichen, so dass namentlich für Briefe bis 100 Gramm nicht tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden muss. Massiv teurer werden hingegen grössere Briefe, Massen-Sendungen und Pakete, die zum Teil um über einen Franken auf fünf und mehr Franken aufschlagen.

Bei den Strassentransporten dürfte sich die Leistungsabhängige Schwerverkehrs-Abgabe (LSVA) in einer Verteuerung zwischen vier bis neun Prozent beim Binnenverkehr niederschlagen. Die LSVA soll im nächsten Jahr rund 750 Mio. Franken eintragen, wovon 500 Mio. Franken dem Fonds für die Eisenbahn-Grossprojekte und 250 Mio. den Kantonen zufliessen.

BSE

Nur noch den Schweinen dürfen im neuen Jahr unter strengen Auflagen bestimmte Schlachtabfälle vorgesetzt werden. Für alle anderen Nutztiere gilt ein generelles Tiermehlverbot. Den Bund kosten die neuen Massnahmen rund 30 Mio. Franken. Ziel ist die Ausrottung der Rinderseuche BSE.

swissinfo und Agenturen

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