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Air Switzerland nimmt Konturen an

Nochmals eine neue Airline: Mitte September will Air Switzerland abheben. Die Passagiere sollen einen "königlichen Service" erfahren.

Der 15. September 2002 soll der Geschichte der Schweizer Zivilluftfahrt vorausichtlich ein neues Kapitel bringen. Dann nämlich soll erstmals ein Passagier-Flug der Air Switzerland vom Flughafen Zürich-Kloten abheben. So plant es die Geschäftsleitung. Zwei Maschinen vom Typ A-340-300 sind bereits erworben.

Noch immer nicht bekannt sind die Investoren des neuen Schweizer Carriers, der von Glattbrugg aus operiert. Es handle sich aber nicht um Einzelpersonen, sondern um potente Gruppierungen, wie Air Switzerland betont.

Linien- und Charterflüge

Top-Qualität soll das Produkt der Fluggesellschaft bestimmen. So heissen die drei Klassen denn auch "Luxury", "Business" und "Primary" - auch in der Economy soll der Passagier einen Hauch von Luxus spüren. CEO Mario Ritter verspricht "eine Schweizer Airline mit königlichem Service...!"

Noch nicht definitiv entschieden ist, wohin die Reise mit dem jüngsten Kind am Schweizer Flughimmel führen wird. Zuoberst auf der Wunschliste stehen Las Vegas, Bangkok, Singapur, Capetown, Dubai und eventuell San Francisco, wobei auch Dreiecks-Rotationen nicht ausgeschlossen sind.

Was darauf schliessen lässt, dass die Air Switzerland sowohl das Linien- wie auch das Chartersegment anpeilt und auch die für den Ertrag so wichtigen Frachtkapazitäten verkaufen wird. "Scheduled Charter" nennt sich das im Fachjargon und soll einen Mix aus Business, Leisure und Packages generieren.

Auch benachbartes Ausland

"Für die Swiss und auch die Langstrecken-Charter der Schweizer Veranstalter sind wir sicher eine kleine, Betonung auf kleine, Konkurrenz", sagt Manfred Rutz, Marketing-Vice-President.

Ins Visier nehmen soll das 10 bis 20 Mitarbeiter grosse Sales Department nicht nur die Schweiz sondern auch das benachbarte Ausland. Rutz hofft, dass er sich spätestens im Juni mit ersten konkreten Angeboten an die Reisebranche wird richten können.

Flugzeug bald in Zürich

Vorsichtig ist man sich mit Prognosen zum Zeithorizont für eine ausgeglichene Rechnung. Was die einzelnen Rotationen betrifft, so ist gemäss dem Air Switzerland-Berater Bryan W. Johnston beim A-340-300 der Break-even bei einer Auslastung von 62 Prozent erreicht. Allerdings bei Werten in der Luxury- und Business-Class von 70 Prozent.

Kaum Mühe dürfte man in Glattbrugg mit der Einstellung von geeignetem Personal haben. Gemäss Marlyse Neeser, Director Infligh & Cabin Crew, sind für die rund 150 Jobs bereits 1200 Bewerbungen eingegangen.

Dosé: "Sehr ambitiös!"

Und was meint eigentlich Swiss-CEO André Dosé zu den künftigen Flieger-Kollegen? "Das ist sicher eine Konkurrenz für uns, aber wir sind grundsätzlich auch für diese Situation stark genug." So lange keine definitiven Pläne zu Destinationen und Vertrieb bekannt seien, könne auch nicht reagiert werden.

Wenn sich aber eine direkte Konkurrenz abzeichne, würden sicher entsprechende Massnahmen getroffen. Und auf die Frage, ob er dem Projekt eine Chance gibt, antwortet Dosé diplomatisch: "Es ist sehr ambitiös...".

swissinfo und Michael Hutschnecker

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