Kenianischer Sieg beim Schweizer Frauenlauf
Lydia Cheromei hat den Schweizer Frauenlauf in Bern gewonnen. Die Kenianerin konnte aber den von ihr aufgestellten Streckenrekord von 1997 (14:57) bei warmer Witterung nicht gefährden. Als beste Schweizerin belegte Anita Weyermann den sechsten Rang.
Die Siegerin Cheromei blieb mit 15:17 20 Sekunden über der 5-km- Weltbestleistung auf Strasse.
Cheromei setzt Tradition fort
Der Sieg von Cheromei war bereits der sechste afrikanische Erfolg am Schweizer Frauenlauf in Serie. Unter den 12 204 Läuferinnen, die neuen Teilnahmerekord bedeuten, fehlte die Vorjahressiegerin Ayelech Worku. Die Äthiopierin erhielt kein Ausreisevisum wegen den Olympia-Vorbereitungen in ihrem Heimatland.
Weyermann zufrieden
Anita Weyermann startete langsam ins Rennen. «Ich wollte nicht den gleichen Fehler machen, wie am Pfingstmontag in Basel», erklärte die 22-jährige Bernerin nach dem Lauf.
Nach 2 km belegte Weyermann denn auch nur den neunten Platz. Zusammen mit Maja Neuenschwander (Rubigen), die später etwas zurückfiel und schliesslich Achte wurde, fand Weyermann schliesslich wieder Anschluss an die Spitzengruppe.
Die am Ende sechstplatzierte Weyermann zeigte sich mit ihrer Leistung zufrieden: «Ich habe in meiner momentanen Verfassung das Optimum herausgeholt.»
Daria Nauer, eine weitere Schweizer Spitzenläuferin, rangierte hinter Marie-Luce Romanens (Zürich) auf Platz zehn. Die Bernerin war wegen einer Erkältung handicapiert ins Rennen gegangen.
Das Klassement des 14. Schweizer Frauenlaufes in Bern (5 km/12 204 Läuferinnen): 1. Lydia Cheromei (Ken) 15:17. 2. Abeba Tola (Äth) 15:39. 3. Maura Viceconte (It) 15:44. 4. Magdaline Chemjor (Ken) 16:01. 5. Jane Jebiwott Rotich (Ken) 16:15. 6. Anita Weyermann (Gümligen) 16:27. 7. Simone Staicu (Un) 16:32. 8. Maja Neuenschwander (Rubigen) 16:37. 9. Marie-Luce Romanens (Zürich) 16:38. 10. Daria Nauer (Bremgarten b. Bern) 16:50.
swissinfo und Agenturen
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