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Leaderwechsel in der Tour de Suisse

Chris Horners Jubel am Ziel in Arosa. swissinfo.ch

Der Vorjahressieger der Tour de Suisse, Jan Ullrich, ist sein Leadertrikot los. In der 6. Etappe von Bürglen nach Arosa verlor er gut eine halbe Minute.

Die bisher schwerste Etappe der Tour sicherte sich im Alleingang der WM-Achte Chris Horner aus den USA. Gesamtleader ist nun Michael Rogers aus Australien

Rogers beendete das Teilstück als Dritter, 1 Minute und 14 Sekunden hinter dem amerikanischen Tagessieger Chris Horner und zwei Sekunden hinter dem Italiener Vincenzo Nibali.

In der Gruppe um Rogers steckte auch der Basler Fabian Jeker, der die Etappe als Neunter beendete und nun in der Gesamtwertung als Vierter 1:11 zurückliegt. Rogers führt im Gesamtklassement 20 Sekunden vor Ullrich und 22 Sekunden vor seinem Landsmann Bradley McGee.

Die Steigung nach Arosa

Der Kampf um den Etappensieg beschränkte sich auf die Schlusssteigung nach Arosa. Zuvor hatte sich zwar eine Fluchtgruppe absetzen können, in der sich mit Daniel Schnider und David Loosli auch zwei Schweizer befanden.

Doch die Flüchtlinge wurden schon ganz zu Beginn des Schlussaufstiegs wieder gestellt. Danach erfolgte der Vorstoss von Nibali und Horner. Nibali, ein erst 20-jähriger Neo-Profi aus Sizilien, versuchte sich zunächst alleine, doch der Amerikaner schloss 19 km vor dem Ziel wieder auf und 8 km vor dem Ende setzte er sich ab.

In Europa keine Grösse

Horner hat zwar schon rund 50 Siege auf seinem Konto, aber die holte er sich vorwiegend bei kleineren Rennen in den USA. In Europa hat der bereits 33-Jährige bisher noch keinen bedeutenden Erfolg errungen.

Horner ist ein Teamkollege von Fabian Jeker, der im Rücken der beiden Spitzenfahrer mit einer Tempoverschärfung Ullrich in Schwierigkeiten brachte. Der Deutsche hielt nicht mehr mit, wohl aber einige Andere, darunter eben auch Rogers, der 25-jährige Zeitfahr-Weltmeister der beiden letzten Jahre, der sich in Arosa auch als starker Bergfahrer zeigte.

Die 7. Etappe vom Freitag führt von Einsiedeln nach Lenk im Berner Oberland, ist aber von der Topographie her bedeutend weniger schwer als die Fahrt nach Arosa.

swissinfo und Agenturen

Die 68. Tour de Suisse begann am Samstag in Schaffhausen und führt nach Weinfelden.

Gesamtstreckenlänge: 1354,8 Kilometer.

160 Teilnehmer.

Budget: 5,5 Mio. Franken.

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