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Schweiz BSE: Herden-Schlachtung kein Thema mehr

Schnäppchen Rindfleisch. Keystone

In der Schweiz ist die Kohorten-Tötung, bei der nur bestimmte Risiko-Tiere getötet werden, seit eineinhalb Jahren gängige Praxis. Die bayerische Regierung hat mit der Kohorten-Idee, in Deutschland eine breite Debatte ausgelöst.

«Zehn Jahre lang haben die Deutschen behauptet, sie hätten kein BSE-Problem. Das haben wir Schweizer ihnen ohnehin nie geglaubt», meint Hans Wyss vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) in Bern. «Denn kein Land, das nicht testet, kann ernsthaft behaupten, es sei BSE-frei. Deswegen ist die jetzige Diskussion in Deutschland für uns in der Schweiz kaum nachvollziehbar.»

«Es macht einfach keinen Sinn, auf ein Mal das ganze Lebenswerk eines Tierzüchters auszulöschen», meint Hans Wyss. Er und seine Kollegen hatten einer Delegation aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium vor zwei
Wochen die Vorzüge der Kohorten-Tötung erklärt.

Dabei hatten die Behörden auch in der Schweiz, wo bereits 1990 der erste Fall von Rinderwahnsinn entdeckt worden war, zunächst auf die Zwangs-Tötung ganzer Herden gesetzt. Diese Massnahme wurde jedoch im Sommer 1999 wieder eingestellt, als man feststellte, dass es meistens nur ein BSE-erkranktes Rind pro Herde gab.

swissinfo und Agenturen

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