The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter

Zweites Mal Gold in 24 Stunden für Niggli

Die Gewinnerinnen im Mitteldistanz-Final (v.l.n.r.): Jenny Johansson, Simone Niggli-Luder, Minna Lauppi. Keystone

An den Weltmeisterschaften im Orientierungslauf in Aichi, Japan, hat Simone Niggli-Luder nach der ersten Goldmedaille eine zweite gewonnen.

Einen Tag nach ihrem Sieg im Sprint setzte sich die Bernerin auch über die Mitteldistanz durch. Es ist ihr 8. WM-Titel.

Die Schweizer Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder befindet sich in der japanischen Präfektur Aichi gegenwärtig auf Goldjagd. Bereits gestern brachten die Sprint-Entscheidungen an der Weltmeisterschaft dem Schweizer Team reichen Ertrag.

Nun hat die 27-jährige Berner Biologin nochmals eine Goldmedaille geholt, diesmal über die Mitteldistanz. Niggli-Luder dominiert die OL-Szene seit 2001.

WM-Debütantinnen ebenfalls erfolgreich

Mit den Rängen 7 und 10 trumpften die WM-Debütantinnen Lea Müller und Martina Fritschy ebenfalls gross auf.

Weniger gut lief es den Schweizer Männern: Matthias Müller klassierte sich als bester auf dem 13. Platz, der dreifache Junioren-Weltmeister Matthias Merz wurde 17.

Daniel Hubmann musste sich einen Tag nach dem Gewinn der Silbermedaille im Sprint über die Mitteldistanz gar mit dem 29. Rang begnügen. Zum König dieser Disziplin krönte sich zum dritten Mal in Serie der Franzose Thierry Gueorgiou.

Die Leistungen von Simone Niggli-Luder erscheinen immer unheimlicher. Auch bei ihrem fünften Start in Japan (drei Qualifikationen) deklassierte sie ihre Konkurrentinnen.

Der schwedischen Zweiten Jenny Johansson nahm sie auf der 4,1 km langen, mit einer Steigung von 275 m versehenen Strecke 2:13 Minuten ab, was bei einer Laufzeit von rund 33 Minuten eine halbe Weltreise ist. Bronze ging mit einem Rückstand von 3:04 an die Finnin Minna Kauppi.

«So macht es grossen Spass»

«Es war ein annähernd perfekter Lauf», sagte Niggli-Luder, die zum siebten Mal in den letzten zehn Einzel-Rennen das oberste WM-Podest bestieg. «Auch die Beine haben sich gut angefühlt. So macht es grossen Spass.»

Zusätzliche Motivation erhielt die Schweizer Sportlerin des Jahres 2003, als sie zwischen dem neunten und zehnten von 13 Posten die zwei Minuten vor ihr gestartete Ulricehamn-Klubkollegin Jenny Johansson einholte.

swissinfo und Agenturen

Simone Niggli-Luder:
8-fache Weltmeisterin
2-fache Weltcupgesamtsiegerin
3-fache Europameisterin
1. Rang Weltrangliste (Stand Mai 2005)
Schweizer Sportlerin des Jahres 2003

Im Orientierungslauf (OL) nutzen die Läuferinnen und Läufer eine detaillierte Karte und einen Kompass, um die meist im Waldgelände verteilten Kontrollpunkte oder Posten zu finden.

Sie müssen vom Start weg bis zum Ziel die Posten in der kürzest möglichen Zeit in vorgegebener Reihenfolge anlaufen. Die Posten sind auf der Karte angegeben.

Am Posten angekommen, müssen die Läufer mit einer Lochzange als Beweis die Kontrollkarte markieren, die beim Posten aufliegt.

Es liegt an den Läufern, die beste Route zwischen den Posten auszuwählen.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft