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Arbeitslosigkeit sinkt wieder

In den regionalen Arbeitsvermittlungs-Stellen hatte es im Februar etwas weniger Dossiers.

(Keystone)

Nachdem sie in den vergangenen vier Monaten angestiegen war, verzeichnet die Arbeitslosenquote in der Schweiz im Februar 2007 einen Rückgang von 0,1% auf 3,2%.

Das sind die tiefsten Werte für einen Februar seit fünf Jahren.

Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 1191 auf 13'253, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Mittwoch bekannt gab.

Bei den Stellensuchenden wurden mit 188'902 gut 4200 weniger registriert. Im Januar betrug die Arbeitslosenquote noch 3,3%.

Erhöht hat sich dagegen laut Angaben des SECO die Kurzarbeit in der Schweiz. Im Januar waren 586 Personen von Kurzarbeit betroffen, das waren 324 Personen mehr als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe stieg um 17 auf 64.

Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um über 140% auf 42'466 Stunden zu. Im Vergleich zum Vorjahr, als über 90'000 Ausfallstunden registriert wurden, sind die Werte aber tief.

Über 2000 Ausgesteuerte

Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, die ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Dezember 2006 ausgeschöpft hatten, auf 2023 Personen.

Davon waren Ende Februar 2007 noch 621 Personen (31%) bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet und damit weiterhin statistisch erfasst.

Nur 330 Personen (16%) hatten inzwischen eine neue Stelle gefunden. Bei den übrigen, nicht mehr eingeschriebenen 1072 Ausgesteuerten (53%) können verschiedene Situationen eingetreten sein: Entweder haben sie wieder eine Arbeit aufgenommen oder sich vom Arbeitsmarkt zurückgezogen.

Etliche werden eine neue Ausbildung angetreten haben oder sind ins Ausland abgereist. Andere suchen weiter eine Stelle, ohne jedoch die Dienstleistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren zu beanspruchen.

Jugendarbeitslosigkeit bleibt Problem

Die Zahl junger Arbeitsloser hat im Februar deutlich abgenommen. Besonders Schulabgänger und Lehrlinge finden dank der guten Konjunktur wieder schneller Einstieg in die Berufswelt. Das Problem der hohen Jugendarbeitslosigkeit bleibt aber bestehen.

Insgesamt sank die Arbeitslosenquote von Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren im Februar um 0,2 auf 3,9% und ist demnach höher als die allgemeine Arbeitslosigkeit.

Aussichten günstig

Dank der guten Aussichten für die Schweizer Wirtschaft ist ein weiter Rückgang der Arbeitslosigkeit möglich. Experten erwarten einen Rückgang auf 2,8%.

Wie das SECO am Montag meldete, bestätigen die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) den guten Zustand der Schweizer Wirtschaft.

Nach einer Wachstumsspitze im Jahr 2006 erwartet er für 2007 ein weiterhin sehr solides Wachstum von rund 2%.

Der IWF unterstreicht die starke Konsumnachfrage aufgrund des hohen Wachstums der Beschäftigung sowie die hohe Auslastung der Kapazitäten bei weiterhin geringer Inflation.

Letzteres könnte bedeuten, dass das Potentialwachstum der Schweizer Wirtschaft infolge grösserer Offenheit und nachhaltiger Strukturreformen heute mehr als 1,5% beträgt.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Arbeitslosigkeit im Februar 2007: 3,2%
Arbeitslosigkeit im Mittel: 3,3%
Aussichten für 2007; 2,8%

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Arbeitslosigkeit in der Schweiz

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz war bis Anfang der 1990er-Jahre so tief, dass sie vernachlässigbar war. Gründe dafür waren die parallele Entwicklung von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage, der Ausgleich der Konjunktur-Schwankungen mit ausländischen Arbeitskräften sowie das Bestreben, den Arbeitsfrieden zu erhalten.

Während der Rezession in den 1990er-Jahren stieg die Arbeitslosenrate stark an und erreichte 1997 den Spitzenwert von 5,7%. Danach trat wieder eine gewisse Beruhigung ein. Ende 2004 lag die Arbeitslosenrate bei 4%, 2005 bei 3,8%.

Die Arbeitslosigkeit ist in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz höher als in der Deutschschweiz. Frauen sind tendenziell häufiger davon betroffen als Männer.

Arbeitskräfte ohne Schweizerpass haben mehr Mühe, eine Arbeit zu finden als Schweizerinnen und Schweizer.

Generell liegt die Arbeitslosigkeit in der Schweiz tiefer als in der Europäischen Union (EU).

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