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Aufatmen bei ABB

ABB-Chef Juergen Dormann. Keystone Archive

Der Technologiekonzern ABB bekommt einen Kreditrahmen von 1,5 Mrd. Dollar zugesichert.

Damit sollte der Liquiditätsbedarf des Unternehmens für die nächsten zwei Jahre gesichert sein.

Durch den Kreditrahmen kann der schwedisch-schweizerische Technologiekonzern 750 Mio. Dollar aus dem Kreditrahmen zurückbehalten und muss diese erst 2004 zurückzahlen. Den Kreditrahmen gewährten unter anderem Barclays Group, Citigroup, Credit Suisse First Boston und Hypo Vereinsbank.

Laut Finanzchef Peter Voser hat ABB nun für die nächsten zwei Jahre genug Finanzmittel, um das Kerngeschäft fortzuführen. Der Kreditrahmen sei so angelegt, dass auch Gelder für den in den USA angestrebten Gläubigerschutz (Chapter 11) für die mit Asbest-Klagen bedrohte US-Tochter Combustion Engineering sowie für weitere unerwartete Ausgaben bereit gestellt werden könnten.

Vermögenswerte hinterlegt

Als Sicherheit für den Kreditrahmen musste ABB ein Paket von Vermögenswerten hinterlegen. Dazu gehört auch die Division Öl, Gas und Petrochemie. Analysten schätzen deren Wert auf 1,5 Mrd. Dollar.

Die neue Kreditvereinbarung ersetzt den am 17. Dezember abgelaufenen Kreditrahmen und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Zudem besteht die Möglichkeit der Kreditverlängerung um ein weiteres Jahr.

In den folgenden zwei Quartalen muss ABB weitere Kredite in der Höhe von insgesamt 1,6 Mrd. Dollar zurückzahlen.

Auf dem Weg zur Besserung

ABB befindet sich zur Zeit in einer umfassenden Restrukturierungsphase und leidet wie andere Unternehmen auch unter der schlechten Wirtschaftslage. Gleichzeitig hatten Asbest-Klagen aus den USA das Unternehmen an den Rand des Ruins gebracht.

Der Technologiekonzern will sich in Zukunft auf die Kerngeschäfte Energie- und Automationstechnik konzentrieren und andere Bereiche abstossen. So etwa die Division Öl, Gas und Petrochemie.

Die Radikalkur, mit der ABB-Präsident Jürgen Dormann in den kommenden 18 Monaten rund 800 Millionen Dollar einsparen will, hat den Abbau von 10’000 Arbeitsplätzen zur Folge.

swissinfo und Agenturen

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