Blumen und Kerzen für die Crossair-Opfer
Im Basler Münster wurde der Opfer des Crossair-Absturzes in Bassersdorf (ZH) gedacht - und nach Worten gesucht.
Der musikalisch umrahmte Gedenk-Gottesdienst wurde von protestantischen, jüdischen und katholischen Geistlichen gestaltet.
Kerzen für Opfer und Überlebende
Auf dem Altar des Münsters wurden 24 Kerzen aufgestellt, die an die Verstorbenen erinnern sollen. Mit dem Anzünden jeder Kerze durch eine Crossair-Mitarbeiterin wurde der Name jedes der 24 Opfer aufgerufen.
«Es tut sehr weh, diese Menschen gehen zu lassen. Man muss aber auch dankbar sein für jene, die überlebten», sagte die Crossair-Pfarrerin Nadine Hassler und verlas die Namen der neun Überlebenden. Für sie wurde eine weitere grosse Kerze angezündet. Auch die Überlebenden hätten etwas verloren – nämlich die Unbeschwertheit.
Fehlende Worte
Es fehlten ihm die Worte, sich angemessen auszudrücken, sagte Crossair-Konzernchef André Dosé. «Eine andere Sprache wäre nötig, um über dieses Leid zu sprechen.»
Er entbot allen Angehörigen seine tiefe Anteilnahme. Es falle ihm schwer, vor der Trauergemeinde aufrecht zu stehen, nachdem dieser erneute Schlag in eine Zeit des Aufbruchs gefallen sei.
Dosé dankte allen Rettern und Helfern, den Mitarbeitern von Crossair, Swissair und Unique sowie den Care-Teams.
Beileidsbezeugung
Für die Basler Regierung sprach Regierungs-Präsidentin Barbara Schneider. Im Namen aller Baslerinnen und Basler sowie der Behörden beider Halbkantone sprach sie den Betroffenen ihr Beileid aus.
«Leid kann uns den Boden unter den Füssen wegziehen, kann aber auch den Blick in die Höhe richten und nach einem festen Fundament Ausschau halten lassen» sagte Schneider. Es gebe auch Hoffnung: «Wir sind getragen von Händen, die stärker sind als wir.»
Bundesrat Kaspar Villiger überbrachte den Betroffenen das Beileid und die tiefe Anteilnahme des Bundesrat. Er versicherte den Anghörigen sein Mitgefühl. Den Mitarbeitenden von Crossair und Swissair sprach er sein Vertrauen aus. Sie müssten in einer schwierigen Zeit eine wichtige Arbeit leisten.
An der Feier nahmen Vertreter der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Zürich, des Bundes sowie diplomatische Vertreter aus jenen Ländern teil, aus denen die Opfer des Absturzes stammen.
swissinfo und Agenturen
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