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Chronologie des Pilotenstreits

Der Konflikt zwischen den Ex-Crossair-Piloten, den ehemaligen Piloten der Swissair und dem Swiss-Management schwelt seit dem Übergang von Swissair/Crossair zu Swiss.

Es geht um die Gleichstellung der beiden Piloten-Corps.

1. Okt. 2001 – Gemäss Phönix-Plan der Grossbanken gibt Swissair die Selbständigkeit auf, das Fluggeschäft geht an Crossair.

23. Oktober 2001 – Der Swissair-Pilotenverband Aeropers fordert von der Crossair-Führung einen separaten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Swissair-Piloten. Der Verband des Crossair-Cockpitpersonals (CCP, heute Swiss Pilots) verlangt dagegen die rasche Verschmelzung der beiden Pilotenkorps und gleiche Arbeitsbedingungen innerhalb der neuen Gesellschaft.

24. Jan. 2002 – Aeropers wird als Partner zu den Verhandlungen mit Crossair um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zugelassen. CCP/Swiss Pilots verzichtet auf das Exklusiv-Vertragsrecht.

11. März 2002 – CCP/Swiss Pilots verlässt die Gespräche über die Zusammenführung der Swissair- und Crossair-Piloten wegen des im GAV vorgesehenen Lohnsystems. Dieses bevorteile die ex-Swissair-Piloten gegenüber den Crossair-Piloten.

19. März 2002 – Im Streit um den Piloten-GAV konstituiert sich ein Schiedsgericht in Basel.

31. März 2002 – Die aus der Crossair entstandene neue Fluggesellschaft Swiss hebt ab, Swissair stellt den Betrieb ein.

28. Mai 2002 – 83 Prozent der ehemaligen Swissair-Piloten stimmen in einer Urabstimmung für den GAV mit Swiss.

16. Juli 2002 – Laut Urteil des Schiedsgerichts in Basel durfte Swiss zwar mit Aeropers einen GAV aushandeln. Dessen Inhalt verletze aber die Rechte der Ex-Crossair-Piloten – etwa beim Senioritätsprinzip, bei Lohn, Ferien und den Bonuszahlungen.

15. Sept. 2002 Swiss Pilots klagt erneut beim Schiedsgericht gegen Swiss, gegen das Mitte Juli gefällte Urteil des gleichen Schiedsgerichts verstossen zu haben.

25. Feb. 2003 – Die Swiss kündigt den Abbau von 700 Stellen sowie eine Reduzierung der Flotte. Die ehemaligen Crossair-Piloten fühlen sich durch den Entlassungsplan benachteiligt, 169 ihrer Piloten erhalten die Kündigung. Dagegen klagen sie beim Schiedsgericht.

2. Mai 2003 – Swiss kündigt die Ausgliederung des Regionalteils und die Schaffung einer Tochtergesellschaft «Swiss Express» an, um im Europaverkehr kostengünstige Verbindungen anbieten zu können. Die Swiss Pilots kritisieren die Pläne. Sie demonstrieren lautstark an der Swiss-GV am
6. Mai.

18. Juni 2003 – Das Basler Schiedsgericht entscheidet, dass die Entlassung von 169 ehemaligen Crossair-Piloten bei der Swiss widerrechtlich war. Gemäss Urteil müssen alle Kündigungen proportional bei Ex-Crossair- und Ex-Swissair-Piloten durchgeführt werden. Swiss erklärt sich aus Kostengründen ausserstande, dem Urteil nachzukommen.

24. Juni 2003 – Swiss verkleinert Flotte und Belegschaft um einen Drittel, 3000 Stellen werden gestrichten.

16. Juli 2003 – Einigung zwischen Swiss und Swiss Pilots: Die ehemaligen Crossair-Piloten akzeptieren die Kündigung von total 559 Mitgliedern ihres Korps und ziehen sämtliche Klagen zurück. Sie verzichten auf die Umsetzung des umstrittenen Schiedsgerichtsurteils. Im Gegenzug zahlt die Swiss den entlassenen früheren Crossair-Piloten eine einmalige Abfindung. Gleichzeitig kündigt Swiss an, auf die juristische Gründung der geplanten Regionalfluggesellschaft Swiss Express zu verzichten.

sda

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