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Der Euro ist da

In vielen Städten Europas wurde der Euro - wie hier in Brüssel - mit grossem Spektakel begrüsst. Keystone

Mit spektakulären Partys und grossem Feuerwerk hat das Euro-Zeitalter begonnen. Rund 303 Mio. Europäer in zwölf Ländern können ab sofort mit dem gemeinsamen Bargeld bezahlen.

Bei diesem grössten Geldumtausch aller Zeiten bildeten sich vielerorts in der Eurozone schon nachts lange Schlangen an den Bankautomaten, die kurz nach Mitternacht bereits Euro-Scheine ausgaben.

Kleinere Pannen wurden aus mehreren Ländern gemeldet. So versagten kurz nach Mitternacht ausgerechnet zwei Geldautomaten vis-à-vis der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt den Dienst.

«Dieser Automat ist zurzeit leider nicht in Betrieb», stand auf dem Display der zwei Maschinen der Commerzbank. Rund 30 Menschen, darunter mehrere internationale Kamera-Teams, warteten vergeblich auf die Auszahlung der ersten Euro-Scheine.

«Grosse Stunde für die Solidarität»

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi und Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sprachen von einem «historischen Tag», als sie um Mitternacht im Wiener Traditionshotel Sacher offiziell die ersten Euro-Banknoten in Empfang nahmen. Prodi sprach von einer «ganz grossen Stunde für die europäische Solidarität».

Sein erstes Euro-Bargeld hat Prodi in Blumen angelegt. Kur nach Mitternacht kaufte er in Wien für seine Frau Flavia ein Bouquet aus roten und weissen Rosen für 32 Euro.

Griechen und Finnen zuerst

In Griechenland und Finnland wurde der Euro wegen der Zeitverschiebung bereits eine Stunde eher gültiges Zahlungsmittel. In Athen begrüssten die Griechen das neue Geld mit einem furiosen Feuerwerk.

Eisige Kälte in Helsinki konnte die Finnen nicht davon abhalten, sich stundenlang vor den Filialen der Nationalbank nach dem Euro anzustellen.

In Spanien, das die EU-Ratspräsidentschaft für das erste Halbjahr 2002 übernimmt, nahmen die Menschen mit einer Licht- und Musikshow Abschied von der Peseta. Mit anhaltenden Hupkonzerten wurde der Euro in den grossen Städten Frankreichs begrüsst. Am Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt wurde eine 15 Meter hohe Euro-Skulptur enthüllt.

Auch in der Schweiz

Auch in den Bahnhöfen von Zürich und Basel war der Europa ab Mitternacht zu haben. In Zürich liessen es sich etwa 30 Personen nicht nehmen, zu den allerersten Bezügern der neuen europäischen Währung zu gehören. Der Euro war für 1.54 Franken zu haben. Die übrigen Geldwechselstuben der SBB folgten mit Tagesanbruch.

swissinfo und Agenturen

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