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Deutsche Telekom will kein UMTS

Die Deutsche Telekom ist aus dem UMTS-Poker ausgestiegen. Sie überlegt sich allenfalls noch eine Beteiligung an einer Gesellschaft nach der Auktion. Damit lichten sich die Reihen der Bieter immer weiter.

Die Deutsche Telekom will an der Schweizer UMTS-Auktion nicht teilnehmen. Das sagte Stephan Althoff, Pressesprecher der Telekom-Tochter T-Mobil, am Freitag (10.11.) gegenüber Nachrichtenagenturen.

Zurückhaltung schon in Italien

«Wir werden uns definitiv nicht beteiligen», erklärte Althoff. Zuerst wolle die Deutsche Telekom schauen, wie sich der Schweizer Markt entwickele, dieser sei nicht uninteressant.

In Italien hatte die Deutsche Telekom bereits auf ein eigenes Gebot verzichtet. Stattdessen fasste sie eine Beteiligung an einer Firma mit UMTS-Konzession ins Auge. Das gleiche gelte auch für die Schweiz, sagte Althoff.

Immer weniger Bieter

Bei der Lizenz-Auktion die am Montag (13.11.) beginnt, bieten jetzt noch acht Telcos mit. Ausgestiegen war als erste Firma die amerikanische Teldotcom. Nach dem Ausscheiden der finnischen Sonera und der australischen One.Tel brach das 3G-Bieter-Konsortium um Telefonica auseinander. Dann wurde der britisch kontrollierten Cablecom der Poker zu teuer – sie verzichtete ebenfalls.

Es bleiben noch – mit der spanischen Telefonica die immer noch Partner sucht – acht Bieter im Rennen um die vier zu versteigernden Lizenzen. Darunter Swisscom, Sunrise, diAx mit dSpeed und Orange. Diese Firmen können wohl nur schwerlich eine strategische Entscheidung gegen eine Schweizer UMTS-Lizenz treffen.

Non-Auktion à la GSM?

Doch wenn es wie bei der GSM-Auktion vom letzten Oktober geht, könnte den Firmen ein Millarden-Poker erspart bleiben: Dort stiegen im Vorfeld so viele Bieter aus, dass die verbleibenden Firmen sich gütlich über die Aufteilung einigen konnten. Und so die Mindestpreise bezahlten.

swissinfo und Agenturen

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