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Deutscher Müllentsorger

Der Schweizer Abfallberg - hier an der Streeparade in Zürich - wächst weiter. Keystone

Das deutsche Entsorgungs-Unternehmen Trienekens wühlt im Schweizer Abfallberg. Mit der Tochterfirma Trienekens Schweiz AG soll Geld verdient werden.

Trienekens entsorgt bereits heute jährlich 40’000 Tonnen Schweizer Abfälle in Deutschland. In der Schweiz sind die Kapazitäten für die Entsorgung von Müll beschränkt. Nicht aber in Deutschland, da gibt es ein Unterangebot an Müll.

Die Engpässe in der Schweiz sind durch das Deponieverbot entstanden. Auch das Verbot Tiermehl zu verfüttern hilft mit. Wenn die Landwirtschaft Klärschlamm nicht mehr verwerten darf, wird der Abfallberg weiter ansteigen, sagt Trienekens-Geschäftsführer Georg Jungen.

Zwischenlösung

Den Abfall nach Deutschland exportieren, betrachtet das Unternehmen nur als beschränkte Übergangslösung. In den kommenden fünf Jahren will man deshalb in der Schweiz eigene Anlagen bauen oder sich an bestehenden beteiligen.

Solche Anlagen können gemäss Jungen Sortieranlagen, Kompostieranlagen, Gärungsanlagen oder Anlagen zur energetischen Nutzung von Abfällen sein. Zudem will Trienekens mit den Kantonen zusammenarbeiten, wenn es um die hoheitlichen Aufgaben bei der Kehricht-Verbrennung geht.

Sitz in Luzern

Die deutsche Firma will im Frühjahr 2002 über die genauen Pläne informieren. Verwaltungssitz ist Luzern. Der Ort wurde wegen der guten Verkehrslage gewählt. Hauptsitz der zum RWE-Konzern gehörenden deutschen Muttergesellschaft ist Viersen am Niederrhein. Trienekens und die 30 Tochter- und Beteiligungsfirmen erarbeiten mit 4700 Angestellten einen Jahresumsatz von rund 1,3 Mrd. Franken.

swissinfo und Agenturen

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