Die Bauten der Landesausstellung prägen das Stadtbild
Die Expo.02 rückt näher: Dies verrät ein Blick vom Bahnhofplatz auf den Neuenburgersee.
«Die Infrastruktur steht», sagt René Spahr, verantwortlich für die Überwachung der Expo-Baustellen. Auf der Arteplage haben die rund 150 Arbeiter die zweite Bauphase in Angriff genommen – auch im Palais de l’Equilibre, dem 27 Meter hohen Holzbau mit fast 40 Metern Durchmesser.
Die Arbeiten, so René Spahr, gingen trotz des Zwischenfalls auf dem Dach eines der drei eiförmigen Galets («Kieselsteine») planmässig voran. Im November war das innere der plastifizierten Tücher – die von Stahlträgern gehalten und durch Pressluft gespannt ein Dach bilden – auf einer Länge von 60 Metern gerissen.
Ursache noch nicht bekannt
Die Membrane werde im Januar neu montiert. Für das Aufblasen mit Pressluft brauche es zwei bis drei windfreie Tage, erklärt Spahr. Die Untersuchung über die Ursachen des Risses sind laut dem Arteplage-Chef noch im Gange. Ein Mangel an der Stahlträger- Struktur werde aber ausgeschlossen.
Die Arbeiten auf der Wasser-Plattform gehen davon ungeachtet weiter. Die Ausstellungs-Pavillons stehen bereit. So schmückt eine kleine Aufricht-Tanne den Pavillon der Ausstellung «Biopolis». Diese wird die Besucher in eine fiktive Stadt des Jahres 2022 führen, wo sie das moderne theoretische Wissen der Biotechnologie «angewandt» sehen können.
Neben der «Biopolis» zeichnet sich bereits die Kupferfassade der Ausstellung «Magie de l’énergie» ab, die unsere Abhängigkeit von verschiedenen Energieformen anschaulich machen will.
Der Platz unter dem grössten der drei «Galets» wird ganz vom Projekt «Aua extrema» (Wasser extrem) eingenommen, das die Ostschweizer Kantone gemeinsam präsentieren. Das «Eisblumenhaus», als zentrales Element, ist bereits sichtbar. Weitere Ausstellungen auf dem Wasser sind «Pinocchio», für die jüngeren Besucher, oder «Robotics», die sich dem Thema «Künstliche Intelligenz» widmet.
Drei Restaurants
Bereits fertiggestellt sind die Fassaden der drei Arteplage- Restaurants des Musikclubs (800 Plätze), des Theaters (500 Plätze) und der grossen gedeckten Bühne, die gegenüber der Plattform zu stehen kommt.
Infrastrukturmässig fehlt somit einzig das Riesenrad, das auf dem Funpark östlich der Arteplage seine Runden drehen wird. Dies soll laut René Spahr Ende Januar soweit sein. In den übrigen Ausstellungsgebäuden laufen jetzt die Innenarbeiten.
swissinfo und Agenturen
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