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Die SBB sucht das Abenteuer England

Abfahrt der SBB ins etwas neblige Bahnabenteuer England. Keystone

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB verfolgt ihre Pläne weiter, im privatisierten britischen Bahnmarkt Fuss zu fassen. Das Chaos dort bei den aktuellen Fahrplänen, wegen Reparaturen und Geschwindigkeits-Beschränkungen schreckt die SBB nicht ab.

Die Schwierigkeiten sind Folge einer Reihe von Unfällen, welche auf einen unzureichenden Unterhalt der Geleise durch die dafür verantwortliche Firma Railtrack zurückzuführen sind.

«Die Leute glauben wir würden in die Infrastruktur in England investieren, was aber nicht der Fall ist. Wir streben eine Zusammenarbeit im Bereich Personenzüge und nicht Geleiseanlagen an», sagt SBB-Sprecher Christian Kräuchi.

«Aber», fährt Kräuchi fort, «wenn wir uns schon engangieren, wollen wir Garantien, dass die Infrastrukturen der Bahnen in England in Ordnung sind». Das sei Gegenstand der Diskussion gewesen, welche die SBB kürzlich mit den Verantwortlichen (Strategic Rail Authority) in England geführt hätten.

Die SBB gab Anfang September bekannt, dass man zusammen mit zwei britischen Partnern (John Laing Investments und M40), um die Lizenz von «Thames and Wessex» bieten werde. Die Gesellschaft führt Personenzüge von und nach London.

Kräuchi sagte, dass man nun vorwärts machen wolle: «Vor einigen Tagen sandten wir ein Dossier nach England, in welchem wir unsere Absicht bekräftigten bei der Auktion mitzubieten.» Die SBB hofften auf eine positive Antwort bis Ende Januar 2001, meint Kräuchi weiter.

Verläuft die Auktion für die SBB wie geplant, dann wird sich das Engament der Schweizerischen Bundesbahnen in England auf rund 200 Mio. Franken belaufen.

Die Absicht der SBB stiess in der Schweiz nicht nur auf Gegenliebe. So kritisierte die Gewerkschaft der Eisenbahner die Absicht als «Abenteuer». Es sei ein strategischer und finanzieller Fehlentscheid mit unabsehbaren Folgekosten.

swissinfo und Agenturen

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