Gate Gourmet an Texas Pacific?
Der in Nachlass-Stundung stehende Swissair-Konzern verhandelt exklusiv mit der texanischen Investment-Gesellschaft über den Verkauf der Verpflegungs-Gruppe Gate Gourmet.
Der Abschluss der Verkaufs-Verhandlungen wird innerhalb des laufenden Quartals erwartet. Eine entsprechende Absichts-Erklärung sei unterzeichnet worden, hiess es in einer Mitteilung der Swissair Group vom Montag. Weitere Informationen erfolgten zum gegebenen Zeitpunkt.
Zur Grössenordnung des möglichen Verkaufspreises lagen vorerst keine Informationen vor. Gate Gourmet ist laut den Angaben die weltweit zweitgrösste Airline-Catering-Unternehmung.
Letztes Jahr erzielte sie mit 26’000 Beschäftigten 3,2 Mrd. Franken Umsatz. Mit 152 Küchen in 33 Staaten auf allen Kontinenten würden jährlich rund 300 Millionen Passagiere bedient. Für den Kauf von Gate Gourmet habe eine beträchtliche Anzahl potenzieller Investoren Interesse angemeldet, teilte die Swissair Group weiter mit.
Die 1993 gegründete Texas Pacific mit Sitz in Texas, San Francisco und London hat gemäss Mitteilung ein Kapital von mehr als acht Mrd. Dollar. Sie habe schon früh in die Airline-Industrie investiert und sei an den Restrukturierungen bei Continental Airlines und America West führend beteiligt gewesen.
Die Gesellschaft hat in den USA und in Europa beträchtliche Summen in verschiedenen Industriezweigen investiert. In der Schweiz übernahm sie 1999 vom damaligen Oerlikon-Bührle-Konzern die Bally-Schuhwerke.
Verhandlungen in Südafrika und Italien fortgeschritten
In Südafrika laufen derweil die Verkaufs-Verhandlungen über die 20-Prozent-Beteiligung an den South African Airways (SAA) weiter, wie ein Swissair-Sprecher auf Anfrage sagte. Weit gediehen seien die Verhandlungen über die Volare-Group-Beteiligung in Italien, an der die SairGroup 49,5% hält.
Die südafrikanische Zeitung «Business Day» hatte berichtet, die Verhandlungen der Regierung und deren Verkehrs-Unternehmung Transnet mit Swissair stünden kurz vor dem Abschluss. Transnet hält die übrigen 80 Prozent an SAA.
Swissair-Sprecher Erwin Schärer sagte lediglich, die Verhandlungen seien im Gang. 1999 hatte die damalige Luftverkehrs-Holding SAirGroup die 20-Prozent-Beteiligung an SAA für rund 230 Mio. Dollar gekauft und hielt eine Option zur Aufstockung auf 30 Prozent.
swissinfo und Agenturen
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