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Gotthard: Wieder mehr Laster

Staus gehören am Gotthard zur Normalität, daran hat auch der runde Tisch in Bern nichts geändert. Keystone

Am Dosiersystem für den Gotthard-Tunnel wird mit einigen Retouchen vorerst festgehalten. Die Pass-Strasse wird für Camions ohne Anhänger noch vor Auffahrt wieder geöffnet.

Dies zwei der konkreten Resultate aus den Beratungen am runden Tisch über die Verkehrslage am Gotthard nach der Brandkatastrophe vom vergangenen Herbst. Der runde Tisch war in der Märzsession von der kleinen Kammer (Ständerat) und ASTAG-Präsident Carlo Schmid (Innerrhoder Ständevertreter) angeregt worden.

Der Vorsteher des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, Moritz Leuenberger, erhoffte sich davon eine Problemanalyse sowie erste Lösungsansätze. Geladen waren Vertreter der Kantone Uri, Tessin, Graubünden, Umweltorganisationen, Wirtschaft, Bahnen und Gewerkschaften.

Nach den Beratungen vom Donnerstag erklärte der Minister, im Zentrum der Debatte sei das Dosierungssystem für Lastwagen gestanden. Dabei sei von der sofortigen Aufhebung des Dosiersystems auf den 1. Mai bis zur Beibehaltung des derzeitigen Systems alles gefordert worden.

Dosierung im Zwei-Stunden-Takt

Das bei der Wiedereröffnung des Gotthard-Tunnels im vergangenen Dezember eingeführte Dosierungssystem wird insbesondere von Transport- und Speditions-Unternehmen kritisiert. Hingegen verteidigen Umwelt- und Verkehrsverbände das strikte System.

Am runden Tisch wurde man sich nun einig, den einspurigen Lastwagen-Verkehr durch den Tunnel im Zwei-Stunden-Takt statt wie bisher im Abstand von drei Stunden zu bündeln. Zudem soll die Passstrasse für Camions ohne Anhänger noch vor Auffahrt wieder geöffnet werden. Damit soll der Regionalverkehr gefördert werden.

Mehr Sicherheits-Kontrollen

Einig waren sich die Teilnehmer des runden Tisches lediglich beim Ziel, den Schwerverkehr vermehrt auf die Schiene zu bringen. Und ebenfalls einhellig sei man der Auffassung, dass es mehr Sicherheits-Kontrollen bei Chauffeuren und Fahrzeugen brauche, sagte der Verkehrsminister.

Der runde Tisch sei keine «Ideenbörse gewesen, die uns die Augen geöffnet hätte», sagte Leuenberger weiter. Vor den Sommerferien soll es ein zweites solches Treffen geben. Gesprüft werden sollen nametlich auch Vorschläge für ein Reservierungs-System (Slot-System) für alpenquerende Fahrten und für Lastwagen-Warteräume abseits der Autobahn.

swissinfo und Agenturen

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