Industrie wächst langsamer – Aufträge gehen markant zurück
Das Wachstum der Schweizer Industrie hat sich abgeschwächt. Im vierten Quartal 2000 legte die Produktion um fünf Prozent zu, nach gut sieben Prozent im Vorjahresquartal. Das Wachstum der Auftragseingänge schwächte sich erheblich ab.
Überdurchschnittlichen Produktionszuwachs von 6 Prozent oder mehr verzeichneten der Fahrzeugbau, die Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte sowie die Maschinen- und Holzindustrie.Dies teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag (26.03.) mit.
Stagnierende Aufträge aus dem Ausland
Im Vergleich zum Vorquartal ist der Zuwachs bei den Auftrags-Eingängen um 11,4 auf 2,3 Prozent eingebrochen. Die Aufträge aus dem Ausland stagnierten. Rückläufige Zahlen meldeten zum Beispiel die Textil- und Bekleidungs-Industrie, die Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie sowie die Papier- und Kartonindustrie.
Halbierter Umsatz
Im sekundären Sektor ohne Baugewerbe hat sich der Umsatzzuwachs seit Anfang 2000 auf 5,2 Prozent halbiert. Insbesondere die Nachfrage aus dem Ausland habe sich mit einem Plus von 4,5 Prozent sehr bescheiden entwickelt.
Die besten Ergebnisse erzielten die Fahrzeugindustrie und der Bereich «Kokerei, Mineralöl-Verarbeitung, nukleare Brennstoffe» sowie die Maschinenindustrie. Einen Rückgang meldeten die chemische Industrie, die Gewinnung von Steinen sowie die Nahrungsmittel-, Getränke und Tabakindustrie.
Grosse Arbeitsreserven
Exklusiv des Baugewerbes stiegen die Auftragsbestände wie bereits im Vorquartal um 20 Prozent. Alle Branchen haben gemäss BFS ihre Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahresquartal aufgestockt.
Die Lagerbestände von Fertigwaren wuchsen um fast sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Überdurchschnittliche Ergebnisse erzielte unter anderem der Bereich «Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik»
Einen Abbau der Lagerbestände meldeten dagegen beispielsweise die Lederwaren- und Schuhindustrie sowie der Maschinensektor.
swissinfo und Agenturen
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