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Kudelski und Serono: zwei Erfolgsgeschichten aus der Romandie

André Kudelski präsentiert anlässlich der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz strahlend das neue digitale Nagra-Aufnahmegerät. Keystone

Kudelski, Weltmeister im Bereich Decoder, und Serono, weltweit führend bei der hormonellen Sterilitätsbehandlung, wurden im Jahr 2000 nicht nur in den Swiss Market Index (SMI) aufgenommen, sie waren auch die beiden dynamischsten Firmen des Landes.

Eine gute Nachricht kommt selten allein. Im Mai unterzeichnete André Kudelski einen strategischen Vertrag mit Bill Gates. Jetzt wird die Zugangskontrolle Nagravision des Westschweizer Unternehmers in die Nutzungsplattform des Digitalfernsehens von Microsoft integriert.

Das bedeutet nichts anderes, als dass die Cheseaux-Gruppe vom gigantischen Netz des amerikanischen Riesen profitieren kann. Der Markt für das digitale Fernsehen wird auf mehrere hundert Milliarden Dollar geschätzt. Daraufhin hat die Monatszeitschrift Bilanz, die eine Hitparade der hundert dynamischsten Firmen der Schweiz veröffentlicht, Kudelski an deren Spitze genannt. Zwischen 1997 und 1999 stieg das Firmenergebnis um 237 Prozent, der Gewinn gar um 689 Prozent. Das ist kaum mehr zu überbieten.

Die Genfer Firma Serono, europaweit führend in Biotechnologie, hat dieses Jahr ebenfalls einen tadellosen Parcours hinter sich gebracht. Sie hat von der Food and Drug Administration (FDA) die offizielle Bewilligung für die Lancierung ihres neuen Medikaments Ovidrel erhalten, das zur Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit eingesetzt wird. Serono hält bereits heute weltweit einen Marktanteil von 60 Prozent in diesem therapeutischen Bereich.

Die Serono-Gruppe steht in der Rangliste der dynamischsten Schweizer Firmen auf dem zweiten Platz, direkt hinter dem Waadtländer Kudelski. Eine weiteres Glanzresultat erzielte Serono-Chef Ernesto Bertarelli: laut Bilanz ist er der reichste Mann im Land. Sein Vermögen ist in einem Jahr um 7 Mrd. gewachsen!

Als logische Folge haben sich die beiden kleinen Genies der Schweizer Wirtschaft nun im Swiss Markte Index (SMI), dem Index der Stars an der Schweizer Börse, zu den drei Deutschschweizer Firmen Richemont, Julius Bär und Unaxis (ehemals Oerlikon-Bührle) gesellt. Wer lieber Zahlen sieht: Serono vertritt 2,5 Prozent des SMI, Kudelski 1,25 Prozent.

Die Zeitschrift Bilanz hat noch eine weitere Westschweizer Firma ausgezeichnet, die waadtländische Logitech. Sie steht auf dem 15. Platz der Dynamik-Liste. Allerdings haben die Erfinder der Computermaus und Weltmeister der Webcams ihren Hauptsitz leider nach Kalifornien verlegt.

Ian Hamel

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