Mehr technisches Personal
Die Fluggesellschaft Swiss hat auf eine Pannenserie in den vergangenen Wochen mit der Neueinstellung von knapp 30 Spezialisten reagiert.
Die Häufung von Pannen bei der Swiss war laut einem Zwischenbericht der eigens dafür eingesetzten Taskforce auf interne und externe Gründe zurückzuführen. In einem ersten Schritt sei nun das technische Personal aufgestockt worden.
Zudem werde ein zusätzliches Flugzeug eingesetzt. Es handelt sich laut Swiss-Angaben vom Donnerstag um «erste Massnahmen». Aufgrund des Zwischenberichts habe das Management zusätzliches Personal und Mittel bewilligt.
Die Taskforce war eingesetzt worden, nachdem in den letzten Wochen rund 240 Flüge von unterschiedlichen Vorkommnissen betroffen waren und mehrheitlich abgesagt werden mussten. Mit den neuen Massnahmen habe sich die Zahl der Annullation von Flügen wieder reduziert, teilte Swiss mit.
Probleme mit Maschinenöl und Öldruck
Intern sieht die Taskforce einen Handlungsbedarf bei der Organisation und Planung der Abläufe, beim Ersatzteillager, dem Personalbestand und der Wartung im Ausland.
Extern ortete die Taskforce bei einem Flugzeugtyp Probleme beim Maschinenöl. Bei einem anderen Flugzeugtyp geht es um den Öldruck.
Saab-Piloten besonders sensibilisiert
Hinzu komme, dass nach der Notlandung einer Saab 2000 bei den orkanartigen Unwettern in Deutschland vor drei Wochen alle Saab-Piloten besonders sensibilisiert und vorsichtig seien. Dies nehme Swiss in Kauf, die Sicherheit habe immer absolute Priorität.
Um der Technikabteilung genügend Kapazitäten zu geben, hat das Management der Swiss zusätzliches Personal und für vier Monate eine zusätzliche Saab 2000 bewilligt. Der Bestand beim technischen Dienst wird um 21 Spezialisten erhöht.
Hinzu kommen rund acht Spezialisten der Flugzeug- und Maschinen-Produzenten, die sofort zur Verfügung stehen. Um die operationelle Zuverlässigkeit im technischen Betrieb zu steigern, wurde ein neues Team ins Leben gerufen. Zudem wurde das Ersatzteillager für die am meisten gebrauchten Teile aufgestockt.
Kommunikation intensivieren
Die Kommunikation zwischen der Technik und dem Operations Control Center wird intensiviert, damit sofort reagiert werden kann, wenn irgendwo ein Problem auftritt. Aus dem gleichen Grund werden auch bei verschiedenen ausländischen Destinationen Verträge mit zusätzlichen offiziellen Wartungsfirmen abgeschlossen.
Inzwischen hat sich die Zahl der Annullationen gemäss Swiss-Mitteilung wieder stark reduziert. Es sei jedoch zu früh, um zu sagen, ob diese Verbesserungen schon definitiver Natur seien.
swissinfo und Agenturen
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