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AHV-Revision als Ausweg?


Keystone

Nach wie vor unbefriedigend ist für viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer die Möglichkeiten der Beteiligungen an den Sozialversicherungen.

Wer die Schweiz verlässt, scheidet aus der obligatorischen Versicherung aus. Wer sich im Ausland nicht freiwillig versichert, hat dann Beitragslücken, wenn er oder sie in die Schweiz zurückkehrt. Aber der freiwillige Beitritt zu den Sozialversicherungen ist nicht immer möglich und wenn, gibt es mehr oder weniger Nachteile.

Wer den Wohnsitz ausserhalb eines EU- oder EFTA-Staates hat, kann sich der freiwilligen Versicherung anschliessen. Die Person muss unmittelbar vor dem Austritt während 5 Jahren ununterbrochen bei der AHV versichert gewesen sein.

Der Beitritt zur freiwilligen AHV/IV befreit die Auslandschweizer allerdings nicht von der Beitragszahlung im Beschäftigungsland.

Auslandschweizer im EU/Efta-Raum müssen den Sozialversicherungen des Gastlandes beitreten.

Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) sei sich der Probleme und Anliegen der Auslandschweizer durchaus bewusst und die Türen für Gespräche seien offen, erklärt BSV-Direktor Jürg Brechbühl vor dem Auslandschweizerrat. Um die Probleme anzugehen, seien aber auch politische Lösungen nötig, auf welche das BSV keinen direkten Einfluss nehmen könne. «Die ASO muss sich bewusst sein, wie dringend die AHV-Revision ist», betont der BSV-Direktor. Er hoffe, dass im Rahmen dieser Revision auch nötige Reformen für die freiwillige Versicherung möglich werden.

Die Sozialversicherung sei von zwischenstaatlichen Regelugen mit 45 Staaten betroffen. Zum Beispiel vom Personenfreizügigkeits-Abkommen mit der EU. Darüber hinaus gebe es Abkommen in Kanada, Südamerika und Asien. Sie betreffen 84% der im Ausland lebenden Schweizer.

Brechbühl gibt zu bedenken, dass die freiwillige AHV/IV Jahr für Jahr ein Millionendefizit schreibt. «Es treten vor allem Versicherte bei, die von der Solidarität profitieren. Deren Leistungen, die sie beziehen, höher sind, als die Beiträge, die sie bezahlen.» Die anderen suchten eher private Lösungen.

Das Thema hat bei der ASO Priorität. Am Nachmittag sollen im Rahmen von Workshops die konkreten Probleme erfasst und Lösungsstrategien aufgezeichnet werden.

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