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Pensionskassen leiden unter der Börsenbaisse

Die ASIP zeigt den Zusammenhhang von Börsenbaisse und Semesterzahlen. (asip.ch) Die ASIP präsentiert die Verluste ihrer Mitglieder. (asip.ch)

Die Wertschriftenvermögen der Schweizer Pensionskassen sind im ersten Halbjahr 2002 weiter geschmolzen.

Die anhaltende Börsenschwäche habe eine Einbusse von 5% verursacht, teilte der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit.

Die Beratungsfirma Watson Wyatt hat im Auftrag des ASIP 65 öffentlich-rechtliche und private Pensionskassen sowie 550 Vermögensverwaltungsmandate mit einem Totalvermögen von 75 Milliarden Franken miteinander verglichen.

Immobilien nicht berücksichtigt

Als Resultat wurde eine sogenannte Median-Rendite von minus fünf Prozent errechnet. Dies bedeutet, dass rund die Hälfte der erhobenen Kassen und Vermögensverwaltungsmandate eine tiefere Rendite als minus fünf Prozent erwirtschaftet haben, also -6% und mehr. Die andere Hälfte liegt darüber.

Aus Bewertungsgründen wurden die direkten Immobilienanlagen im Vergleich nicht berücksichtigt. Sie dürften eine leicht höhere effektive Gesamtrendite bewirken.

Langfristige Anlagestrategie bleibt bestehen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde weitgehend an der langfristigen Anlagestrategie festgehalten, teilten die Pensionskassen weiter mit. Trotz der anhaltenden Börsenbaisse seien auch Aktienzukäufe getätigt worden. Der Aktienanteil am Gesamtvermögen sei dennoch prozentual am Gesamtvermögen leicht zurück gegangen.

Bei den Aktien wurden erwartungsgemäss Verluste erzielt. Obligationen dagegen ermöglichten positive Renditen.

Auch die besten hat’s erwischt

Die Median-Rendite bei den Schweizer Aktien betrug minus 6,4 Prozent, jener der Obligationen plus 3 Prozent.

Auch die besten Kassen hätten mit Schweizer Aktien Einbussen von 4,8 Prozent erlitten. Dies liegt über der Einbusse des SPI-Index. Die höchsten Renditen seien bei den Obligationen mit plus 3,3 Prozent erzielt worden. Auch diese Zahl liegt über dem Gesamtindex, der als Benchmark (Vergleichsgrösse der Performance) dient..

Der Performance-Vergleich wird seit Anfang 2000 im Auftrag des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP durch die Beratungsfirma Watson Wyatt durchgeführt.

Höhere Pensionskassenabzüge?

Die beiden wichtigsten Privatversicherungsgesellschaften für die Berufliche Vorsorge, Rentenanstalt und Winterthur, wollen die Prämien resp. die Lohnabzüge erhöhen. Die neue Prämienhöhe habe dabei nichts mit der politischen Diskussion rund um den Mindestsatz bei der Verzinsung zu tun. Die Gesuche seien beim Bundesamt für Privatversicherung deponiert.

Der Wunsch nach Prämienerhöhung sei bereits im letztem Juni eingereicht worden, also bevor der Disput um die Mindestsatzerhöhung ausbrach.

swissinfo und agenturen

Schweizerische Pensionskassen verlieren im ersten Halbjahr 2002 5 % ihrer Wertschriftenvermögen.
Negativrendite bei den Schweizer Aktien: -6,4%
Positivrendite bei den Obligationen: 3%
Nach dem Einbezug der Immobilienanlagen wird mit geringeren Verlustraten gerechnet

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