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Punktsieg für FIFA-Chef Blatter

FIFA-Präsident Blatter und sein Widersacher Johansson. Keystone

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat seine Kritiker zumindest vorübergehend zum Schweigen gebracht - dies an einer Sondersitzung des Exekutiv-Komitees in Zürich.

Der Schweizer präsentierte sich nach einer viereinhalb Stunden dauernden Sitzung als redseliger Punktsieger, während sein schwedischer Widersacher Lennart Johansson wortlos und sichtlich zerknirscht die Verbandszentrale verließ. Denn die in der Vorwoche noch von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) angekündigte Offensive gegen Blatter endete als Sturm im Wasserglas.

«Wir haben für Transparenz gesorgt», sagte der 65-jährige Blatter nach dem Treffen vergnügt. «Jetzt kann jeder seine Hausaufgaben machen.» Die Exekutiv-Mitglieder hatten am 30. November in Busan mehr Details zur Finanz-Situation des Verbandes eingefordert und Blatter die Gefolgschaft verweigert.

Bestens gerüstet

Den Nörglern vor allem aus den UEFA-Reihen drückte er ein rund 100 Seiten dickes Werk mit Details zu den abgelaufenen drei Geschäftsjahren in die Hand. Die Forderung der UEFA nach einer Untersuchungskommission wischte er vom Tisch. Es läge bereits ein unabhängiger Prüfungsbericht der Firma KPMG vor, und man sei von der angesehenen Rating-Agentur Moodys mit der Höchststufe für «Non-Profit-Organisationen» (AAA) ausgezeichnet.

Er könne gar nicht verstehen, wie man da noch Zweifel haben könne, sagte Blatter den Delegierten: «Es gab in der FIFA noch nie eine solche Transparenz wie jetzt.» Obendrein präsentierte er noch Briefe von mehr als einhundert Nationalverbänden, in denen deren Präsidenten Blatter für sein Handeln beglückwünscht und zum Weitermachen auffordern.

Fürstliche Entlohnung für Weltmeister

Angesichts solch erschlagender Sympathiekundgebungen musste die Opposition klein beigeben. Bis zur nächsten Sitzung der Finanzkommission Mitte Februar sollen die nun vorgelegten Zahlen geprüft werden. Bei der nächsten Exekutivsitzung am 5. und 6. März erwartet Blatter, dass ihm jenes uneingeschränkte Vertrauen entgegen gebracht wird, das er nach wie vor vermisst.

Immerhin einigten sich FIFA und UEFA beim WM-Preisgeld auf einen Kompromiss, der weitaus leistungsbezogener ist als bisher. Mit 20 Mio. Franken werden 51 Prozent mehr ausgeschüttet als 1998. Der künftige Weltmeister bekommt rund 13 Mio. Franken, 70 Prozent mehr als die vor dreieinhalb Jahren siegreichen Franzosen. Außerdem dürfen die Spieler in der Business-Klasse nach Japan und Südkorea fliegen – aus Sicherheitsgründen, wie die FIFA betonte.

swissinfo und Agenturen

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