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SAirGroup heisst Swissair-Group

Viel weniger Aktionäre als erwartet kamen schliesslich zur GV der SAirGroup. Dennoch zieht sie sich in die Länge. Keystone

Vor Tausenden von Aktionären hat Mario Corti am Mittwochnachmittag (25.04.)in einer Werft des Flughafens Zürich-Kloten die 75. General-Versammlung der SAirGroup eröffnet. Die Jahresrechnung wurde angenommen. Die Liquidität ist gesichert. Der Name wurde in Swissair-Group geändert. Die GV ist noch im Gange.

Der neue Verwaltungsratspräsident und Konzernchef der Schweizer Luftverkehrs-Holding Mario Corti hielt zunächst Rückschau und nannte die Versammlung ein wichtiges Element zur Bereinigung der schwierigen Situation, in der sich die Gruppe befinde. Corti sagte, die Kontrolle im Konzern müsste verbessert werden. Es müssten Massnahmen eingeleitet werden, die es erlaubten, Risiken rechtzeitig zu erkennen. Die Vereinfachung der Strukturen des Konzerns gehörten dazu.

Jahresbericht und Rechnungen genehmigt

Kurz nach 19 Uhr genehmigten die Aktionäre des Flugverkehrskonzerns SAirGroup den Jahresbericht, die Jahres- und die Konzernrechnung. Die Jahresrechnung der SAirGroup, die mit einem Verlust von 2,9 Mrd. Franken abschliesst, wurde mit grossem Mehr angenommen.

Liquidität gesichert, Name geändert

Die Liquidität der SAirGroup ist durch eine neue Kreditlinie von drei Grossbanken von einer Milliarde Franken gesichert, wie der Konzern bekanntgab. Der Milliardenkredit wird von der Credit Suisse First Boston, der Deutschen Bank und der amerikanischen Grossbank Citibank bereitgestellt.

Die Schweizer Grossbank UBS, mit der die SAirGroup auch verhandelt hatte, ist damit nicht dabei. Dies ist überraschend, da der ehemalige Verwaltungsrats-Präsident der SAirGroup, Eric Honegger, Mitglied des Verwaltungsrates der Schweizer Grossbank ist.

Desweitern wurde bekannt, dass die SAirGroup wird ab sofort Swissair-Group heissen wird.

Honegger erhält fast 0,5 Mio. Franken

Der abgetretene Verwaltungsratspräsident der SAirGroup Eric Honegger bekommt von der SAir 480’000 Franken. Dieser Betrag entspreche der Jahresentschädigung, die er im Amt bekommen hätte, sagte SAir-Chef Mario Corti.

Zum abgesetzten Konzernchef Philippe Bruggisser machte Verwaltungsratspräsident Mario Corti keine konkreten Angaben. Vertraglich sei Verschwiegenheit vereinbart worden. Moritz Suter, der nach dem Abgang von Bruggisser für kurze Zeit das Fluggeschäft der SAir geleitet hatte, bekomme keine Abgangsentschädigung.

Dagegen hätten die abgetretenen Manager Jeffrey Katz und Paul Reutlinger ebenfalls gemäss Vereinbarung Abfindungen erhalten. Auch hier sei Verschwiegenheit vereinbart worden.

Weniger Aktionäre als erwartet zugegen

Zur Generalversammlung des Flugkonzerns SAirGroup sind 5’288 Aktionäre und Aktionärinnen erschienen. 19’000 Aktionäre hätten sich zur Generalversammlung angemeldet, erklärte SAir-Sprecher Urs-Peter Naef. Tatsächlich habe die SAir mit rund 11’000 Teilnehmern gerechnet. Entsprechend seien 12’000 Lunchpakete vorbereitet worden.

Die weit unter den Erwartungen liegende Teilnehmerzahl von rund 5’280 Personen führte Naef auf angekündigte Verkehrsstaus und die lange Dauer der Veranstaltung zurück. Auch die TV-Übertragung habe eine wichtige Rolle gespielt.

swissinfo und Agenturen

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