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Schweiz in Hannover: Cebit

Neue Technologien und Geräte sollen uns in neue digitale Welten entführen. Keystone

Die grösste Computer-Messe der Welt, die Cebit, ist eröffnet. Klein aber fein präsentiert sich die Schweiz, teils staatlich gefördert.

Noch bis am 20. März trifft sich die weltweite IT-Branche in Hannover. 8100 Aussteller aus 60 Ländern zeigen dort ihre Neuigkeiten aus allen Bereichen von IT und Kommunikations-Technolgie.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnete die Messe. Die Cebit sei eine Voraussetzung für eine Standortbestimmung und gebe Impulse in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, sagte er. «Auf keiner anderen Messe ist ein solch internationaler Dialog möglich wie auf der Cebit. Hier finden und fanden neue Technologien stets ihren Anfang.»

Die neue Technologie, die als Zugpferd für grosse Umsätze sorgen soll, erwarten Hersteller dieses Jahr von Handy-Technologien wie UMTS. Damit sollen Mobiltelefone zu einer multifunktionalen Kommunikations- und Surfstation werden. Die grossen Namen, die um Standfläche buhlten, sind Nokia und Ericsson aus Europa, Sony aus Japan und Motorola aus den USA.

95 Schweizer Firmen

Auch Schweizer Firmen zeigen sich in den 27 Cebit-Hallen. Insgesamt 95 Aussteller aus der Eidgenossenschaft zählt die OSEC, die offizielle Aussenwirtschafts-Förderung der Schweiz.

«Wir wollen die Cebit als Plattform nutzen, um die Schweiz als möglichen Geschäftspartner zu zeigen. Nie finden IT-Firmen potentielle Kunden so konzentriert wie in Hannover», sagt OSEC-Sprecher Stephan A. Meier gegenüber swissinfo. Seit Anfang der Cebit ermögliche das Business Network den Aufritt von Schweizer Firmen an der Computermesse in Nord-Deutschland.

Vor Ort in Hannover kümmert sich Walter Duss vom OSEC-Partner, der Swiss Software Association Swisssoft, um die Schweizer Aussteller, die ihren Platz bei einem von zwei Gemeinschafts-Ständen gebucht haben. «Die guten Standplätze sind zu rund 80 Prozent überbucht. Da ist es schwierig einen guten Platz zu kriegen», erklärt Duss. «Wir sind prominent platziert neben Branchen-Grössen wie SAP, IBM und Microsoft.»

Dass die Schweizer Gemeinschafts-Stände eine gute Sache sind, meint auch Susann Klossek, Redaktorin des Schweizer IT-Branchen-Magazins ITReseller: «Ein eigener Stand ist für viele Firmen zu teuer, aber an der Cebit muss man präsent sein.»

Business generieren

Wie viele Geschäfts-Abschlüsse wirklich an der Messe eingefädelt werden, kann niemand genau sagen. «Deutschland ist ein klassischer Absatzmarkt für Schweizer Software-Firmen, nur schon wegen Nähe und Sprache», sagt Duss. «Durchschnittlich hat jeder Aussteller um die 100 Business-Kontakte, wie viele Aufträge daraus erwachsen, ist allerdings schwierig zu sagen.»

Dieses Jahr sei das Branchen-Klima etwas mehr auf dem Boden der Realität, als während des Booms, erläutert OSEC-Sprecher Meier gegenüber swissinfo. «Für uns als Business-Promotoren ist das aber nicht so schlecht, weil das der Industrie organisches Wachstum erlaubt, im Gegensatz zur Koppelung an die unbeständigen Aktienmärkte der Vergangenheit.»

«Swiss Made» und «Schweizer Tag»

Schweizer Produkte können auf dem internationalen Parkett durchaus mithalten, ist Duss überzeugt: «Schweizer Lösungen sind meist ausgereift. Wir knüpfen ans Renommee der Marke ‚Swiss Made‘ an.»

In diesem Sinne geht auch am Freitag der «Schweizer Tag» über die Bühne: Als Höhepunkt wird der Schweizer Botschafter Thomas Borer die Cebit besuchen und vor rund 600 angemeldeten Gästen ein Referat halten.

«Der Schweizer Empfang soll herzlich schweizerisch sein, wir präsentieren uns klein aber fein», erklärt Messe-Spezialist Duss. «Inhaltlich wollen wir zeigen, dass wir Weltklasse-Lösungen bieten.»

Philippe Kropf

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