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SIG verstärkt PET-Bereich mit Übernahme

Die Akquisitionspläne von SIG sind schon weit fortgeschritten. Keystone

Der Verpackungskonzern SIG übernimmt von der italianischen CIR-Gruppe den Flüssigkeitsbereich der SASIB für 92 Mio. Franken. Der übernommene Bereich erwirtschaftet gemäss einer Mitteilung von SIG einen Umsatz von 742 Mio. Franken und beschäftigt rund 2'200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Schaffhauser Verpackungskonzern SIG übernimmt für 276 Mio. Franken einen italienischen Produzenten von Getränkeabfüllmaschinen. Der Deal wurde am Mittwoch (04.04.) mit der CIR-Gruppe des italienischen Financiers Carlo De Benedetti abgeschlossen, wie die SIG-Spitze auf dem Flughafen Zürich-Kloten bekannt gab.

Übernommen wird der Flüssigkeitsbereich der Firma SASIB SpA, das heisst vor allem die Hochleistungs-Abfüllmaschinen der Marke Simonazzi. Wie SIG-Konzernchef Roman Boutellier erklärte, zahlt die SIG umgerechnet 92 Mio. Franken für das Eigenkapital der Firma. Hinzu kommen 184 Mio. Franken für die Nettofinanzschulden. Insgesamt kostet die Übernahme damit 276 Mio. Franken. Der Deal erfolgt rückwirkend auf Anfang dieses Jahres. Finanziert wird er aus eigenen Mitteln und unter Ausschöpfung der bestehenden Kreditlimiten der SIG.

Komplettes Angebot vorhanden

Nach den Worten von Boutellier verfügt die SIG mit der Übernahme in Italien nun auch bei den Kunststoffverpackungen für Flüssigkeiten über ein komplettes Angebot. PET-Flaschen-Kunden könnten künftig entlang der ganzen Wertschöpfungskette von der Herstellung über die Hochgeschwindigkeits-Abfüllung und die Etikettierung bis zur Endverpackung bedient werden. Der Konzernumsatz werde sich nun auf knapp drei Mrd. Franken erhöhen und die SIG zu einem der weltweit grössten Unternehmen der Flüssigkeitsverpackungen machen. Probleme mit den Kartellbehörden erwartet Boutellier nicht.

Die SASIB SpA mit Sitz in Parma gehört zum CIR-Imperium des italienischen Financiers De Benedetti. Mit rund 2’200 Beschäftigten erzielte das Unternehmen letztes Jahr einen Umsatz von 742 Mio. Franken. Laut Boutellier machte die Firma seit 1987 keinen Verlust mehr. Die EBIT-Marge bewege sich zwischen vier und acht Prozent. Der Übernahmepreis konnte gemäss dem SIG-Konzernchef wegen Problemen auf dem US-Markt im laufenden Jahr gedrückt werden. Obwohl nur kleine Überlappungen bestehen, verspricht sich Boutellier Synergien von der Übernahme. Das Closing ist für Ende Juni vorgesehen.

swissinfo und Agenturen

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