Swisscom allein
Die Swisscom ist die einzige Bewerberin für die Grundversorgungs-Konzession im Fernmeldebereich. Das BAKOM hat nichts anderes erwartet.
Aufgrund der aktuellen Marktlage sei das Resultat nicht überraschend, teilte das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) am Montag mit. Aufgrund des Swisscom-Monopols auf die letzte Meile sei es für andere Anbieter faktisch unmöglich mitzubieten.
Die Frist für die Eingabe von Offerten ist am vergangenen Freitag abgelaufen. Wäre keine Offerte eingegangen, hätte die Eidgenössische Kommunikations-Kommission (ComCom) Swisscom zur Übernahme der Grundversorgung zwingen können.
Eine Zelle pro Gemeinde
Im Oktober hatte der Bundesrat die Grundversorgung für Fernmeldedienste ausgeweitet. Die Telefonanschlüsse sollen neu auch über einen Digitalanschluss verfügen können.
Zudem muss neben weiteren Diensten pro Gemeinde mindestens eine Telefonzelle betrieben werden. Je nach Bevölkerung und Ausdehnung kommen weitere öffentliche Anschlüsse hinzu.
Swisscom: ungenügende Kostendeckung
In einer Mitteilung vom Montag kritisierte die Swisscom erneut die vom Bundesrat auf 25,25 Franken festgelegte Preisobergrenze für den analogen Telefonanschluss. Dadurch entstünden der Swisscom hohe ungedeckte Kosten. Dies reduziere für die Swisscom den Anreiz für Investitionen.
Gemäss gültigem Fernmeldegesetz erbringe die Swisscom seit 1998 bis Ende 2002 die Grundversorgung im Telekommunikations-Bereich ohne jede Abgeltung.
Konzessionsdauer fünf Jahre
Die ComCom entscheidet voraussichtlich bis Juni über das Grundversorgungs-Mandat. Wegen der dynamischen Entwicklung sowohl der Märkte als auch der Technologie hat die ComCom die Konzessionsdauer auf fünf Jahre beschränkt. Sie gilt vom 1. Januar 2003 bis zum 31 Dezember 2007.
swissinfo und Agenturen
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