Tornos: Sparten-Rückverkauf
Tornos verkauft die Produktion zweier Drehmaschinen zurück an die Firma, von der sie diese im Jahr 2000 übernommen hatte. Das soll 20 Stellen retten.
Der neue Verwaltungsrat – Ende Juni von der Generalversammlung fast gänzlich neu besetzt – tat am Donnerstag seinen ersten Schritt zum Umbau der krisengeschüttelten Tornos: Die Herstellung der «halbautomatischen Kurzdreher CCN 125 und CCN 180» wird abgestossen.
Per 1. August will die Maschinenfabrik Schaublin, in Delsberg und Bévilard zu Hause, alle laufenden Geschäfte sowie den Vertrieb der zwei Produkte übernehmen. Das teilten die beiden Firmen am Abend mit.
Rückverkauf zum geheimen Kaufpreis
Tornos hatte die Produktion der beiden Drehmaschinen im Jahr 2000 von Schaublin gekauft. Nun wurde dieses Geschäft quasi rückgängig gemacht. Über den Preis wollte sich Schaublin-Direktor Rolf Muster gegenüber den Nachrichtenagenturen nicht äussern.
Die Vereinbarung erlaube es Schaublin, rund 20 neue Arbeitsstellen schaffen. Die Stellen sollen mit Arbeitskräften der Tornos besetzt werden.
Rückbesinnung auf alte Werte
Tornos will sich mit der Trennung von diesem Bereich auf seine ursprünglichen Spezialitäten konzentrieren, das heisst auf Herstellung und Vertrieb von Einspindel- und Mehrspindel-Langdrehautomaten.
Nach einem Verlust von 30 Mio.Franken für 2001 und einem Minus von 28 Millionen fürs erste Drittel 2002 hatte Tornos Anfang Juni die Entlassung von 367 Angestellten ohne Sozialplan angekündigt. Im bernischen Moutier waren 310 Mitabreiter betroffen.
swissinfo und Agenturen
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