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99 Millionen Franken gegen globale Umwelt-Zerstörung

BUWAL-Chef Roch setzt sich für weitere Gelder für den GEF ein. Keystone Archive

Die Schweiz soll mit einem Beitrag von 99 Millionen Franken den Globalen Umweltfonds (GEF) speisen.

So kann die Schweiz direkt zum Umsetzen der internationalen Umweltschutzabkommen beitragen.

Die 99 Mio. Franken der Schweiz für den Globalen Umweltfonds sind Haupt-Bestandteil eines neuen Rahmenkredits für globale Umweltpolitik. So umreisst der Chef des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), Philippe Roch, den Kontext seines Anliegens, das voraussichtlich im Oktober in den Bundesrat und anschliessend ins Parlament gelangt.

Schutz der Biodiversität, der Ozonschicht, der Gewässer


Seit seiner Gründung im 1991 ist die Schweiz Mitglied des GEF und gehört auch dem GEF-Rat an, welcher die Politik definiert und Investitions-Entscheidungen trifft. Der Trust Fund setzt sich seit elf Jahren mit verschiedensten Projekten für die Reduktion der Treibhausgase, die Erhaltung der Biodiversität, den Schutz der internationalen Gewässer und die Erhaltung der Ozonschicht ein.

Roch ist zuversichtlich

BUWAL-Chef Roch, der kommende Woche die Schweiz an der GEF-Vollversammlung in Peking vertritt, gibt sich trotz der laufenden Sparübungen optimistisch, was den neuen Beitrag der Schweiz betrifft: «Kommissionen und Parlament haben bis jetzt dieses Engagement immer unterstützt.»

Weltweit 4 Mrd. Dollar

Dem Fonds stehen für seine dritte Periode von vier Jahren voraussichtlich insgesamt 4 Mrd. US-Dollar zur Verfügung. Denn neben der Schweiz speisen weitere 31 Länder den bedeutendsten globalen Umweltfonds, der 171 Mitglieder zählt. Der Anteil der Schweiz am GEF liegt bei 2,43 Prozent.

GEF finanziert Umsetzung der Stockholmer Konvention

Der GEF habe sich unter anderem auch für die Umsetzung der Stockholmer Konvention zum Abbau von persistenten organischen Schadstoffen (POPs) eingesetzt, erläutert BUWAL-Chef Roch. Die Konvention, die auch in der Schweiz noch ratifiziert werden müsse, tritt voraussichtlich im Jahr 2003 in Kraft.

Geld gegen Ausbreitung der Wüste und Rückgang der Wälder

Nebst der Reduzierung von nachhaltigen giftigen Chemikalien soll der GEF vermehrt die Umsetzung der Desertifikations-Konvention finanzieren: Dabei stehen Massnahmen gegen die Wüstenbildung und Entwaldung im Vordergrund.

Positive Spirale

Die Schweiz beteilige sich an bestehenden Projekten vor allem subsidiär, auf dass diese ökologischer gestaltet werden können, betont Roch. Es werden also Zusatzkosten finanziert, mit welchen im Rahmen von Entwicklungs-Projekten ein globaler Umweltnutzen umgesetzt werden kann. Durch diese Schrittmacher-Funktion habe der Globale Umweltfonds mit 4 Mrd. Franken seit seiner Gründung mit 11 Mrd. Franken fast drei Mal so viel Investitionen ausgelöst. BUWAL-Chef Roch: «Der GEF ist ein Katalysator mit Multiplikations-Effekt.»

Die GEF-Vollversammlung findet kommende Woche vom 16. bis 18. Oktober in Peking statt.

swissinfo und Agenturen

Der GEF, der Globale Umweltfonds, wurde 1991 gegründet
Er ist die bedeutenste Institution in der multilateralen Finanzierung globaler Umweltprojekte
Er ist als Trust Fund bei der Weltbank angesiedelt
Der GEF zählt 171 Mitlgieder, davon sind 31 Geberstaaten
In 10 Jahren hat der GEF rund 1000 Projekte in 160 Entwicklungsländern finanziert oder mitfinanziert
Die Schweiz sitzt im GEF-Rat und hat den Globalen Umweltfonds bisher mit 187 Millionen Franken mitgetragen

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