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Al Gore fordert Umwelt-Reform

Al Gore: Umweltwerte können nicht mit Geld erworben werden. Keystone

Der frühere US-Vize-Präsident Al Gore hat am 4. Internationalen Energie-Forum in Basel eine weltweite ökologische Reform gefordert. In unserer Zivilisation würden die Werte der Umwelt zu gering geschätzt. Seine Rede wurde stark applaudiert.

Gore erläuterte am Forum «sun21» seine Ideen für einen Wertewandel auf Grund eines «Marshall-Plans für die Stabilität der Erd-Öko-Systeme». Die Bevölkerungsexplosion in den vergangenen 50 Jahren, der Technologie-Fortschritt und die globale Erwärmung haben laut Gore zu einer tiefgreifenden Veränderung in der Beziehung Mensch/Umwelt geführt.

Viele gefährliche Stoffe gelangten erst seit wenigen Jahren in die Umwelt. Trotzdem seien schon heute markante Veränderungen spürbar. Die Luftvermutzung sei weltweit präsent und ändere unter anderem auch das Verhältnis zwischen Erde und Sonne.

Die Erderwärmung führe dazu, dass das Eis der Antarktis ebenso schmelze wie jenes der Gletscher. Die Geschwindigkeit dieser Veränderungen nehme laufend zu, betonte der Umweltexperte Gore.

Auch in der Dritten Welt

Ein nachhaltiges Denken sei nun erforderlich. Ökologische Technologien im Energie-, Industrie- und Verkehrssektor seien notwendig, um die Kehrtwende zu bewältigen. Diese neuen Techologien müssten rasch auch in der Dritten Welt umgesetzt werden.

Die Zivilisation müsse auch anerkennen, dass gewisse Werte wie saubere Luft und saubere Flüsse nicht mit Geld erworben werden können. Es brauche dazu ein Umdenken.

«Bevor wir aber andere von der Notwendigkeit eines Umdenkens zugunsten der Ökologie überzeugen können, müssen wir unsere Lebenshaltung ändern», sagte Gore. «Wir müssen die neuen Werte leben», mahnte er zum Abschluss. Mit grossem Applaus wurde er verabschiedet.

Vor seinem Auftritt am Energiekongress traf er sich zu einem Meinungsaustausch mit Basler Gymnasiasten. Zudem besuchte er die Fondation Beyeler in Riehen.

swissinfo und Agenturen

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